Strache: Hochhäuser: Wien soll sich an München orientieren

Bürgerentscheid gegen Wildwuchs als Wegweiser für die Stadtplanung

Wien (OTS) - Wien, 02.12.04 (fpd) - Das sozialdemokratisch
regierte München hat beim Thema Hochhausbau vorgezeigt, wie direkte Demokratie funktioniert. Eine Mehrheit der Bevölkerung hat sich kürzlich dafür ausgesprochen, dass Hochhäuser im Stadtgebiet künftig nicht mehr höher als die Frauenkirche (99 Meter) gebaut werden dürfen. Wien soll zwar nicht ganz so restriktiv vorgehen, aber Hochhäuser innerhalb des Gürtels verbieten, erklärte dazu der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache.

Das sogenannte "Wiener Hochhausgebot" soll Türme im architektonischen Weichbild der Stadt wie etwa den City-Tower in der Marxergasse 1 künftig unmöglich machen. Bestimmte Bereiche der Stadt wie Donau-City oder Aspang-Gründe sollen als Hochhauszonen ausgewiesen werden. Das aktuelle Hochhauskonzept der Stadt Wien ist leider zu schwammig und ermöglicht Hochhäuser an quasi jeder Straßenkreuzung, die von Bus oder Bim befahren wird, so Strache.

Das Argument der Stadt Wien, wonach sich manche Neubauprojekte nur ab einer bestimmten Höhe rechnen und eine Beschränkung Investoren vertreibt, bezeichnet Strache als reine Panikmache. In München hat ein Großinvestor, dessen zwei rund 150 Meter hohen Turmprojekte durch den Bürgerentscheid in dieser Form nicht mehr möglich sind, angekündigt, einen neuen Architektenwettbewerb anzusetzen und das Vorhaben selbstverständlich weiter zu verfolgen.

Das Wiener Hochhausgebot würde keinen wirtschaftlichen Schaden für Wien bedeuten sondern das Stadtbild für künftige Generationen bewahren und eine Stärkung der Tourismuswirtschaft bedeuten. Die Reisenden kommen nicht wegen des City-Towers und anderer einfallsloser Bürotürme nach Wien sondern vor allem, um die historische Bausubstanz unserer Stadt zu bewundern, betonte Strache abschließend. (Schluss)am

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