PISA-Studie - SP-Yilmaz: "ZuwanderInnen nicht zu Sündenböcken machen!"

Integration im Kindergarten: "Umfassendes Angebot statt Zwang und Verpflichtung"

Wien (SPW-K) - "Es ist ein Skandal, dass die FPÖ versucht, ZuwanderInnen zu Sündenböcken für das schlechte Abschneiden Österreichs bei der PISA-Studie zu machen ", reagierte heute die Integrationssprecherin der SPÖ-Wien, Gemeinderätin Nurten Yilmaz, auf Aussagen von FP-Strache. "Die FPÖ ist in der Bundesregierung für die katastrophale Kürzungspolitik im Bildungsbereich mitverantwortlich -es wird ihr nicht gelingen, sich auf diese Art aus der Verantwortung zu schleichen!" ****

Wien setze bereits vorbildliche Integrationsmaßnahmen im Kindergartenbereich, "die auf einem umfassenden Angebot statt auf Zwang und Verpflichtung aufbauen", so Yilmaz weiter. "Wir werden sicher nicht zulassen, dass die Zwangsmaßnahmen des Bundes im Bereich Integration auch bei den Kleinsten zur Anwendung kommen."

Die Stadt unternehme seit mehreren Jahren zahlreiche Initiativen, "damit Kinder von ZuwanderInnen möglichst früh Wiens Kindergärten besuchen", so Yilmaz weiter. "Grundsätzlich gilt, je früher Kinder in den Kindergarten kommen, desto besser ist es für sie und somit für uns alle. Und aufgrund der sozialen Tarifgestaltung in Wien können sie es auch tun - mehr als ein Drittel der Kinderbetreuungsplätze ist hier gratis. Alle Angebote sind unabhängig von der Staatsbürgerschaft!"

Der derzeitige Stand in Wien sei, "dass rund 20 Prozent der Kinder in Wiens Kindergärten nicht die österreichische Staatsbürgerschaft haben, insgesamt aber rund 16 Prozent der Wiener Bevölkerung keinen österreichischen Pass haben. Das bedeutet, dass unser Angebot bereits gut angenommen wird!" Insgesamt hätten 90 Prozent der Wiener Erstklasser einen Kindergarten besucht.

"Es ist besonders schockierend, dass die PISA-Studie nun dazu hergenommen wird, um Stimmung gegen ZuwanderInnen zu machen", so Yilmaz. "Denn in Wahrheit ist es Österreichs Bildungspolitik, die auf höchster Ebene versagt hat!" (Schluss)

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