1. Parlamentarischer Abend des Österreichischen Universitätssports anlässlich der Winteruniversiade Innsbruck/Seefeld 2005

Schweitzer: "Verstärkung der sport-politischen Lobby und Schaffung sport-affiner Strukturen an Hochschulen"

Wien (OTS) - Im Rahmen der "University Roadshow der Winteruniversiade 2005" fand gestern, Mittwoch, ab 18:00 Uhr im Parlamentsrestaurant, Reichsratsstraße 9, eine Diskussion "zur Lage studierender Leistungssportler/innen an österreichischen Universitäten" statt.

Unter der Moderation von Dr. Gabriela Jahn (ORF) stellten sich Mag. Karl Schweitzer - Staatssekretär für Sport, Liese Prokop -Vizepräsidentin der Bundes-Sportorganisation, Dr. Wolf Frühauf -Sektionschef im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Dr. Michael Bielowski - Vorsitzender des ISOC 2005 und Bürgermeister-Stv. der Stadt Innsbruck, Joachim Roland -Vorstandskoordinator des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes sowie die Sportler MMag. Marco Falchetto und Karin Huttary der Problematik der zeitlichen Doppelbelastung durch Studium und sportlicher Karriere, fehlender Modelle zur Vereinbarkeit und der daraus resultierenden Gefahr des frühzeitigen Drop-Outs.

Fazit der Veranstaltung war die Notwendigkeit der Einrichtung von Organisationsformen an Universitäten, die dem Sport neben dem Studium mit Verständnis begegnen, Unterstützung anbieten und eine Ko-Existenz möglichst unkompliziert gestalten: "Es geht hier maßgeblich um Strukturänderungen an Hochschulen und darum, positive Impulse für Sportler zu setzen. Mit der Berücksichtigung des sportlichen Umfeldes und dem Eingehen auf individuelle Bedürfnisse wäre den Sportlern sicherlich sehr geholfen und ein großer Schritt getan", so Schweitzer.

Es müsste Studien-Anreize für Leistungssportler geben, wie z.B. eine Verlängerung der Studienzeit ohne weitere Gebühren, die Installation von Planstellen für eine gezielte Betreuung (Einsatz von Mentoren, Laufbahnberater oder Karriereplaner) und Sonderregelungen, die ihnen mehr Flexibilität in Bezug auf Prüfungs-und Abgabetermine einräumen sowie Gestaltungsfreiräume bieten (Angebot von Ersatzprogrammen, adaptierte Studienpläne).

Als weiteren wesentlichen Punkt nannte der Staatssekretär die Karriere nach Beendigung der sportlichen Karriere: "Es ist absolut notwendig hier eine zeitgerechte Hilfestellung zu geben, sodass die Sportler auch für die Zeit danach sinnvolle Perspektiven haben. Aus den Erfahrungen mit unserem Frauenprojekt "aftersports" kann ich nur sagen, dass Sportler über sehr viel Potential verfügen, das in der Wirtschaft von großer Bedeutung ist."

Abschliessender Wunsch der Sportlerinnen und Sportler - mögen diese Ideen und Anregungen möglichst bald und erfolgreich zur Umsetzung kommen!

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