Österreichische Journalisten leiden unter Schmerz

Reihenuntersuchung ergibt katastrophales Ergebnis Wien (OTS) - Ärzte der österreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Schmerzbekämpfung CONTRA DOLOREM und der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) haben in Wien Journalistinnen und Journalisten mit computergestützten Schmerzmessverfahren untersucht. Für die Untersuchungsreihe stand eines der modernsten Schmerzmessgeräte zur Verfügung, von denen in ganz Österreich nur acht im Einsatz sind.

Der AKH-Schmerzexperte Dr. Alexander Kober sieht einen "engen Zusammenhang zwischen den extrem belastenden Arbeitsbedingungen der Journalisten und dem gehäuften Auftreten chronischer Schmerzen". 26 Prozent der Untersuchten klagen über Schmerzen von Wirbelsäule und Gelenken, ein Drittel war noch in keiner Schmerzbehandlung, da "zu wenig Zeit dafür war".

Die Präsidentin der Ärzteinitiative CONTRA DOLOREM, Dr. Renate Barker, sieht in diesen chronischen Schmerzen der Journalisten auch eine wesentliche, finanzielle Belastung der österreichischen Medienhäuser, "da besonders chronische Rückenschmerzen Krankenstandsursache Nr. 1 in Österreich sind". Barker fordert die Journalisten auf, chronische Schmerzen als eigenständiges "Krankheitsbild anzuerkennen".

Der Wiener Patientenanwalt Dr. Walter Dohr unterstützt die Forderungen von CONTRA DOLOREM und sieht auch in der Schmerzbehandlung eine "Zwei-Klassen-Medizin". Für Dohr ist "Schmerztherapie ein Patientenrecht". Daher fordert er eine bessere Aus- und Weiterbildung aller Ärzte und die dringende "Schaffung von Schmerzbetten in allen öffentlichen Spitälern der Bundeshauptstadt".

Für ÖJC-Präsident Fred Turnheim beweist diese Reihenuntersuchung den "dramatisch schlechten Gesundheitszustand der österreichischen Journalistinnen und Journalisten". Der ÖJC fordert daher, dass auch Journalisten als Schwerarbeiter anerkannt werden. Denn, Journalisten arbeiten ihr ganzes Leben lang unregelmäßig, viel, in der Nacht und unter ständigem Stress.

Der ÖJC führt bereits seit vielen Jahren regelmäßig Untersuchungsreihen an Journalisten durch. Bisher wurden die Gebiete Rückenschmerzen, Rheuma, Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt untersucht. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse sind auf www.oejc.at veröffentlicht.

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