Pisa-Studie: Strache für kostenlosen Kindergarten - auch für Ausländerkinder bei Verpflichtung, Deutsch zu lernen!

Integrationsverpflichtung für Ausländer in Wien muß deutlich erhöht werden, sonst rutschen wir noch weiter ab

Wien, 2004-12-02 (fpd) - Angesichts der katastrophalen Ergebnisse, die für Österreich aus der jüngsten Pisa-Studie kolportiert werden, sprach sich heute der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache dafür aus, daß Ausländerkinder in Wien kostenlos den Kindergarten besuchen sollen, aber nur für den Fall, wenn sich die Eltern verpflichten, daß ihre Kinder an obligatorischen Deutschkursen teilnehmen. ****

Ganz generell, so Strache, müsse es dazu kommen, daß die Wiener Kindergärten kostenfrei angeboten werden. Zum einen als kommunale Förderung für die österreichischen Familien, zum anderen als gezieltes Integrationsinstrument für Zuwanderer, quasi mit einem Bonus-Malus-System. Für den Fall, daß sich die ausländischen Eltern also nicht verpflichten, ihre Kinder in Deutschkurse zu schicken, solle für sie der Kindergarten als "Integrations-Malus" kostenpflichtig werden, schlug Strache vor.

Rund ein Fünftel aller Pflichtschüler in Wien sei aufgrund von Sprachproblemen nicht einmal beurteilbar. In den Wiener Volksschulen liegt der Anteil an Schülern, die eine andere Erstsprache als Deutsch haben, schon bei 41 Prozent. In Hauptschulen noch um 6 Prozent höher. Und in vielen Wiener Schulen, liegt der Anteil an ausländischen Kindern bereits bei über 90 Prozent. Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig verwunderlich, daß Österreich in den Ergebnissen der Pisa-Studie massiv abgesackt ist.

Wenn die falschen Schlüsse gezogen werden und die Integrationsverpflichtung für Ausländer nicht deutlich erhöht wird, rutschen wir bei der nächsten Untersuchung noch weiter ab. Anfang der 90er Jahre habe der damalige Wiener SPÖ-Stadtrat Swoboda noch eine Studie erstellen lassen, in der für Wien durch die Massenzuwanderung für das Jahr 2010 ein "Sao Paolo - Szenario" als möglich erachtet wird. Das damals noch apokalyptisch anmutende worst-case-Szenario drohe sich allerdings bei der realen SPÖ-Politik in Wien Zug um Zug zu verwirklichen, so Strache. (Schluß) HV nnnn

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