Grüne/Pirklhuber: Desaster bei der Ernährungsagentur AGES

Sofortige Reparatur-Strategie zur Sicherung der Lebensmittelkontrolle erforderlich

Wien (OTS) "Das Desaster der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) erfordert eine radikale Kurskorrektur. Die gestern abgehaltene Aufsichtsratssitzung unter Beteiligung von Finanzminister Grasser hat keine Antwort auf die massive öffentlichen Kritik an der geplanten Zerschlagung regionaler Standorte gebracht", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. "Das Chaos in der AGES ist das Resultat der Ausgliederung und der Zusammenlegung völlig ungleicher Institutionen bei gleichzeitigen Einsparungen, vor denen sowohl der Rechnungshof als auch die Grünen gewarnt haben," so Pirklhuber.

Bereits aus dem Abschlussbericht der mit dem Ausgliederungskonzept befassten Firma ROI ging klar hervor, dass die Agentur erheblich mehr kosten wird als veranschlagt. "Durch das Kaputtsparen und Zerschlagen funktionierender Einheiten kommt es zu einem Verlust an Know-how. Die AGES kann den gesundheitspolitischen Auftrag bei der vorhandenen Finanzierung nicht mehr erfüllen. Daher muss laufend umstrukturiert werden, bis von der Lebensmittelkontrolle in Österreich nichts mehr übrig ist", kritisiert Pirklhuber.

Die Grünen fordern die zuständigen Ministerien auf, ein alternatives Entwicklungsszenario zu erwägen, um die Standorte Linz, Graz und Salzburg langfristig zu erhalten. "Die Grünen waren im Jahr 2002 für die Einrichtung einer neu konzipierten Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit und für eine organisatorische Reform der unabhängigen amtlichen Veterinär-, Lebens- und Betriebsmittelkontrolle. Eine Reparaturstrategie muss daher einige zentrale Kernbereiche in das Bundesamt für Gesundheit und Ernährungssicherheit integrieren, diese aufwerten und
ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen", so Pirklhuber abschließend.

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