Scheuch: Martinz schmückt sich mit fremden Federn

Heute wichtige Ausschusssitzung im Kärntner Landtag betreffend Hochsitze und Hochstände zur Ausübung der Jagd

Klagenfurt (OTS) - Erfreut zeigte sich der freiheitliche Landtagsabgeordnete Kurt Scheuch, Vorsitzender des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Raumplanung und Nationalparks darüber, dass Landesrat Josef Martinz die Initiative Scheuchs betreffend eines in der letzten Landtagssitzung eingebrachten Antrages unterstütze.
In diesem Antrag wird die Landesregierung aufgefordert, dem Kärntner Landtag Gesetzesentwürfe des Kärntner Jagdgesetzes 2000 und des Kärntner Naturschutzgesetzes 2002 vorzulegen, wodurch die Errichtung von Hochsitzen bzw. Hochständen in geschlossener Ausführung (max. 2 m2), unter Verwendung von ausschließlich natürlichen Baustoffen, ermöglicht werde.

Die Materie wird im heute stattfindenden Ausschuss behandelt, wobei Scheuch auf eine breite Zustimmung hofft. "In diesem Zusammenhang ist auch noch zu erwähnen, dass sich die Kärntner Jägerschaft sowie die Freien Jäger, diesem Thema angenommen haben. Darüber hinaus sind auch noch einige kleinere Korrekturen des Kärntner Jagdgesetzes in Aussicht gestellt", berichtet Scheuch.

Die Errichtung von Hochsitzen bzw. Hochständen in geschlossener Ausführung ist dort erforderlich, wo aufgrund des Standortes und der Witterungseinflüsse eine effiziente und weidgerechte Ausübung der Jagd nur erschwert oder überhaupt nicht möglich sei.

Nachdem jeder Jagdausübungsberechtigte im Sinne des Kärntner Jagdgesetzes zur nachhaltigen Ausübung der Jagd verpflichtet sei und dies nicht nur zum Schutz von Kulturen, z.B. gegen Verbiss durch das Schalenwild, sondern auch zur Kurzhaltung des Raubwildes, um die Ausbreitung von auch für den Menschen und die Haustiere gefährlichen und auch zum Teil tödlichen Krankheiten zu minimieren, seien zur Erfüllung dieser Pflicht auch entsprechende Reviereinrichtungen erforderlich.

Immer häufiger mache sich auch in den Kärntner Revieren das Schwarzwild heimisch und verursache teilweise enorme Schäden. Nachdem die Bejagung des Schwarzwildes und auch des Raubwildes oft nur zur Nachtzeit bei Mondlicht möglich und erfolgreich sei und dazu oft stundenlange Ansitze notwendig seien, seien geschlossene Ansitzeinrichtungen, insbesondere in der kalten Jahreszeit erforderlich. Durch die Festlegung der Größe und die Einschränkungen hinsichtlich der Ausführung und Einrichtung dieser Reviereinrichtungen erscheine eine missbräuchliche Verwendung nicht möglich und bestehe auch kein Widerspruch zu einer entsprechenden Einbindung um die Natur, wie dies im Kärntner Naturschutzgesetz sowie im Kärntner Jagdgesetz vorgesehen sei.

Scheuch, der selbst praktizierender Jäger und Aufsichtsjäger ist, weiß sehr genau um die Wichtigkeit dieser Maßnahme. Nicht nur für die Wildschweinjagd werden diese Hochstände benötigt, sondern auch zur Bekämpfung von Raubzeug und damit zum Schutz von Birk- und Auerhahn.

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