Neuerscheinungen aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv

Wien (OTS) - In der Publikationsreihe "Veröffentlichungen des Wiener Stadt- und Landesarchivs" ist nun erstmals ein Buch erschienen, das durch eine Kooperation zwischen dem Archiv und dem Österreichischen Staatsarchiv ermöglicht wurde. Michael Hochedlinger (Kriegsarchiv) und Irmgard Pangerl (Haus-, Hof- und Staatsarchiv) bieten mit ihrer Edition von Testamenten und Verlassenschaftsabhandlungen kulturhistorisch interessanter Wiener Persönlichkeiten vom 16. bis zum 18. Jahrhundert einen für viele Archive typischen Quellenbestand, der menschliches Dasein angesichts der großen Herausforderungen von Leben und Tod in besonderer Weise dokumentiert. Der Bogen der behandelten Persönlichkeiten reicht von bedeutenden Wissenschaftlern und Sammlern, wie Jacobo Strada (1515? -1588) oder dessen Sohn Ottavio (1550 - 1606), über Künstler aus den Sparten Architektur (Johann Bernhard Fischer von Erlach), Musik (Antonio Draghi), Malerei (Paul Troger) und Bildhauerei (Georg Raphael Donner), den bedeutenden Mediziner Gerard van Swieten bis hin zu Theodor Anton Taulow von Rosenthal, dem ersten Leiter des 1749 errichteten "Geheimen Hausarchivs", des jetzigen Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Die Originaltexte, die nun vielfach zum ersten Mal dem Publikum zugänglich gemacht werden, sind in lateinischer, italienischer, französischer und deutscher Sprache abgefasst, geben auch durch diese sprachliche Vielfalt Zeugnis der kulturellen Verhältnisse Wiens in der frühen Neuzeit. Das Buch ist über das Wiener Stadt- und Landesarchiv
( http://www.magwien.gv.at/ma08/forms/sonder/sonder.htm ) zu beziehen.****

Bild und Wahrnehmung der Stadt: Aktueller Forschungsstand

Als Ergebnis einer wahrhaft umfassenden wie internationalen Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen - Partner des Archivs waren der Österreichische Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, die Commission internationale pour l'Histoire des Villes, das Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtgeschichtsforschung und der Verein für Geschichte der Stadt Wien - liegt ein Jahr nach der zu Anfang Oktober 2003 veranstalteten Tagung der entsprechende Tagungsband vor:
"Bild und Wahrnehmung der Stadt" (Beiträge zur Geschichte der Städte Mitteleuropas, Bd. 19, 2004). - Enthalten sind insgesamt 16 Beiträge von Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Frankreich, Irland, Japan, Kroatien, Rumänien, der Schweiz, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Österreich. Der Großteil der Beiträge weist eine Zusammenfassung in englischer bzw. bei englischen Beiträgen in deutscher Sprache auf. Die Thematik steht derzeit in vieler Hinsicht im Brennpunkt eines wahrhaft internationalen Forschungsinteresses, und die Neuerscheinung leistet einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Forschungsdiskurs. Das Buch ist über den Österreichischen Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung (
http://www.stadtgeschichtsforschung.at/publikationen.html ) zu
beziehen. (Schluss) red

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Wiener Stadt- und Landesarchiv
Univ.Prof.Dr. Ferdinand Oppl
Tel.: 4000/84811

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