FRAUENMINISTERIN VON USBEKISTAN IM PARLAMENT Zweite Nationalratspräsidentin Prammer empfing Svetlana Inamova

Wien (PK) - Parlamentarische Strukturen, aber auch Förderung von Frauen und deren Schutz vor Gewalt standen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Zweiten Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer, und der Stellvertretenden Usbekischen Ministerpräsidentin Svetlana Inamova heute Nachmittag im Parlament.

Die Frauenquote im Usbekischen Parlament beträgt derzeit 11 Prozent und wird sich nach der Wahl Ende Dezember auf 30 Prozent erhöhen. „Das ist bereits gesetzlich festgelegt," sagte Svetlana Inamova und ging auf die breite staatliche Förderung und Unterstützung der Usbekinnen ein, die in alle Lebensbereiche bis hinein in die Familie, vor allem aber bei der beruflichen Ausbildung, wirke. Der Schutz der Frauen vor Gewalt sei einer jener Bereiche, in denen man von Österreichs Erfahrungen profitieren könnte.

Präsidentin Prammer betonte die Bedeutung des in ihrer Zeit als Frauenministerin 1997 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetzes, das weltweit von zahlreichen Staaten kopiert worden ist. Prammer sprach auch den Menschenhandel und die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit an. Besonders stolz zeigte sie sich hier auf die Arbeit ihrer Vorgängerin als Frauenministerin, Helga Konrad, der Sonderbeauftragten der OSZE gegen den Menschelhandel. „Mit der Aufnahme der betroffenen Frauen in ein Zeugenschutzprogramm ist in Österreich noch ein wichtiger Schritt zu tun, um Frauen, die in unser Land gebracht worden sind zu helfen," sagte Prammer. Doch auch die Länder, aus denen die Frauen kommen, müssten entscheidende Schritte unternehmen, um den Handel mit Menschen von Grund auf zu unterbinden.

Svetlana Inamova ist Kinderfachärztin und war bis 2002 Chefärztin des ersten Gebietskrankenhauses für Kinder in Andijan. Bevor sie 2004 zur stellvertretenden Ministerpräsidentin und Vorsitzenden des Frauenkomitees der Republik Usbekistan bestellt wurde, war sie Vorsitzende des Internationalen Fonds für soziale Fürsorge „Für gesunde Generation" in der Hauptstadt Taschkent.

Bei ihrem Besuch im Parlament wurde Inamova von der Vorsitzenden der NGO Juristinnen, der Direktorin der Vereinigung für reproduktive Gesundheit sowie einer Wissenschafterin von der Wirtschaftsuniversität Taschkent begleitet. Von österreichischer Seite war die ao. Botschafterin für Südkaukasien und Zentralasien, Heidemaria Gürer, bei dem Gespräch dabei. (Schluss)

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