Ungarn - Geheimtipp der Woche: Durch Epochen wandeln: UNESCO-Welterbe Benediktinerabtei Pannonhalma

Wien (OTS) - Ungarns ältestes und bedeutendstes Kloster finden Reisende im transdanubischen Pannonhalma, 100 Kilometer westlich von Budapest gelegen. Schon von weitem ist die burgähnliche, tausendjährige Benediktinererzabtei zu sehen, die sich samt ihrer natürlichen Umgebung seit 1996 mit dem Titel des UNESCO-Welterbes schmücken darf.
Das Klosterleben auf dem "Heiligen Berg von Pannonien" begann im Jahr 996. Doch der älteste Teil des heutigen Klosters geht auf die Erneuerung der Anlage als Festung zu Beginn des 13. Jahrhunderts zurück. Aus dieser Zeit stammt beispielsweise die reichlich verzierte Krypta. Kirche und Kloster, die Ungarn-Reisende heute hier sehen, wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrmals erneuert und erweitert. So vereinen die Gebäude unterschiedlichste Epochen - ein Eldorado für Freunde der Kunstgeschichte: Frühgotik trifft hier auf Barock, Spätgotik auf Klassizismus, Romanik auf Renaissance.

Noch heute ist Pannonhalma das Zentrum der ungarischen Benediktiner, insgesamt leben hier 40 Mönche sowie etwa 320 Internatsschüler. Nach dem Eintritt durch das moderne Haupttor werden Besucher daher rechts von der barocken Erzabtei und links vom Säuleneingang des Gymnasiums empfangen. Durch mehrere hintereinander gelegene Höfe gelangt man auf den Vorplatz der Abteikirche - von hier bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das wildromantische Bakonygebirge und die Kleine Tiefebene.

Bestimmt wird die Klosteranlage vom 55 Meter hohen, klassizistischen Westturm der Kirche, erbaut um 1830 von János Packh. Die dreischiffige Abteikirche ist bereits die dritte Kirche nach Gründung des Klosters. Eins ihrer Highlights ist das Prunkportal, die sogenannte Porta Speciosa, von dem man vom südlichen Seitenschiff in den Kreuzgang gelangt. Mit seinen Säulenpaaren aus rotem Marmor und weißem Kalkstein zählt das Portal nicht nur zu den wertvollsten architektonischen Werken Pannonhalmas, sondern auch zu den bedeutendsten spätromanischen Baudenkmälern Ungarns.

Ein weiterer Höhepunkt erwartet Besucher des UNESCO-Welterbes in der Bibliothek: Der prächtige klassizistische Bibliothekssaal zeichnet sich vor allem durch sein Fresko aus - eine Darstellung Minervas, der Beschützerin der Künste und Wissenschaften. Mit ihren rund 350.000 Bänden, darunter wertvolle Handschriften sowie das älteste erhaltene Zeugnis der ungarischen Sprache, ist die Bibliothek von Pannonhalma eine der wichtigsten Klosterbibliotheken nicht nur Ungarns sondern ganz Europas.

Teile der tausendjährigen Benediktinerabtei können im Rahmen von geführten Touren täglich außer montags besichtigt werden. Führungen in deutscher Sprache werden wieder zwischen dem 21. März und 30. September 2005 jeweils um 11.20 und 13.20 Uhr für 2.000 Forint (etwa acht Euro) angeboten. Informationen sind erhältlich beim abteieigenen Touristenservice H-9090 Pannonhalma, Telefon 0036/96/570-191, Fax -192, E-Mail tricollis@osb.hu oder im Internet unter www.osb.hu (auch auf Deutsch abrufbar).

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