Wirtschaftsbund: 5-Jahres-Frist bei Vermietung/Verpachtung von Geschäftslokalen fällt

Kopf: Erfolg im Kampf gegen Verödung von Ortszentren

Wien (OTS) - Der Wirtschaftsbund hat einen wichtigen Erfolg für
das Weiterbestehen mittelständischer Wirtschaftsstrukturen in den Gemeinden und Städten erzielt. Die Vermietung beziehungsweise Verpachtung von Geschäftslokalen kann ab 2005 sofort und ohne 5-Jahres-Frist sowie ohne steuerliche Nachteile erfolgen. Das wurde im heutigen Finanzausschuss beschlossen. Noch im Dezember erfolgt darüber die Abstimmung im Nationalrat. Bisher musste, wer seinen Betrieb aufgab und vermietete, die stillen Reserven voll versteuern. Mit bis zu 50 Prozent. Erst nach 5 Jahren entfiel diese Steuerpflicht. Das Resultat dieser alten Regelung: heruntergelassene Rollbalken. ****

Die bisherige 5-Jahres-Frist bewirkte nämlich, dass die meisten ihre Betriebe 5 Jahre leer stehen ließen, um der hohen Besteuerung zu entgehen. Das war mit ein Grund für die Verödung der Ortskerne. Künftig können, so Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf, in den Gemeinden und Städten neue Betriebe entstehen, welche die Orts-und Stadtzentren wiederbeleben.

"Die Neuregelung ist eine große Chance im Kampf gegen die Gefahr der Verödung unserer Ortskerne", so Kopf. Damit sei der Wirtschaftsbund beim Thema Betriebsübergaben und -übernahmen wieder ein schönes Stück vorwärts gekommen. In den letzten Jahren wären nämlich schon einige Verbesserungen gelungen. So gebe es einen 365.000 Euro Freibetrag bei der Übertragung von Betriebsvermögen für Erbschaft- und Schenkungssteuer, einen 7.700 Euro Nachfolgebonus sowie die Ausweitung des Neugründungsförderungsgesetzes auf Betriebsübertragungen.

Dass funktionierende Übergaben von Betrieben gerade für die regionale Entwicklung eine zentrale Rolle spielen, zeigen die Zahlen und Fakten: in den nächsten Jahren stehen über 55.000 mittelständische Unternehmen zur Übergabe an, die insgesamt fast 500.000 Arbeitsplätze anbieten.

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