Krisenjahre. Max Weiler und der Krieg Ausstellungseröffnung im Heeresgeschichtlichen Museum

BM PLATTER eröffnet Max Weiler-Ausstellung

Wien (BMLV) - Gestern Abend, am 30. November 2004 eröffnete Verteidigungsminister Günther Platter die Ausstellung "Krisenjahre. Max Weiler und der Krieg", die bis zum 6. Februar 2005 gezeigt wird. "Die Bilder, die wir in dieser Ausstellung sehen, zeigen das Ringen des Künstlers mit sich selbst. Weiler, der sich aus eigener Verzweiflung mit dem Regime arrangierte, hatte stets Abneigung für die Wehrmacht und den Nationalsozialismus übrig", so Verteidigungsminister Platter in seiner Eröffnungsrede. ****

Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht 1938 schien die Karriere Max Weilers als Maler gefährdet. Weiler gelang es zwar vorerst, der Wehrpflicht zu entgehen, aber an ein Überleben durch künstlerische Tätigkeit war nicht mehr zu denken. Der Künstler nahm die Stelle eines Hilfslehrers an. 1939 wurde Max Weiler gemustert und für tauglich befunden. Weiler drohte der unvermeidliche Einzug zur Deutschen Wehrmacht. Um nicht einrücken zu müssen, trat Weiler der NSDAP bei.
Weilers taktisches Verhalten nutzte letztlich aber nichts. 1942 muss er zur Ausbildung in die 188. Division und zur Partisanenbekämpfung nach Istrien und Dalmatien. Weilers Vorgesetzter, der kunstsinnige Generalleutnant Hößlin, ließ den jungen Tiroler malen und zeichnen. So konnte Max Weiler seine Eindrücke während des Zweiten Weltkriegs festhalten. Zu Weihnachten 1944 fasste Weiler seine Zeichnungen zu einem Mappenwerk zusammen und lithographierte sie. Die Serie "Kriegsweihnachten 1944" entstand.

"Die Ausstellung zeigt die innere Zerrissenheit eines Künstlers, der während seiner "Krisenjahre" so sehr mit sich kämpft und sich dennoch mit dem Nationalsozialismus arrangiert. Wir sehen bei dieser Ausstellung also nicht nur Bilder eines bedeutenden österreichischen Künstlers. Vielmehr zeigt uns Weiler persönliche Einblicke in einen schwierigen Abschnitt seines Lebens", wie Platter im Zuge der Ausstellungseröffnung bemerkte.

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