Sozial-Landesrat Ackerl: Pensionserhöhung für 2005 zeigt eklatanten Mangel an Harmonisierung mit Aktivgehältern

Finanzminister Grasser will nicht einmal die "eigene" Teuerungswelle abgelten

Linz (OTS) - Korrigierte Neufassung

Ersetzt OTS0172

Als Verhöhnung der Pensionisten empfindet Sozial-Landesrat Ackerl die beschlossene Pensionserhöhung für 2005. "Während die Erhöhung der Aktivgehälter der Bundesbeamten mit 2,3 Prozent zumindest annähernd die Inflationsrate abdeckt, werden die Pensionisten mit 1,5% bzw. 10,3 Euro abgespeist", kritisiert Ackerl. "Daher fordere ich die Bundesregierung auf, die Pensionserhöhungen zumindest mit der Erhöhung der Aktivgehälter der Bundesbeamten zu ‚harmonisieren‘ und die Pensionen um 2,3 Prozent zu erhöhen!"

Wobei Ackerl auch eine Erhöhung um 2,3 Prozent eigentlich für zu gering hält: "Bei einer Inflationsrate im Oktober von 2,6% stellt das immer noch eine reale Kürzung dar! Damit können nicht einmal die Grausamkeiten, die sich die Bundesregierung in letzter Zeit hat einfallen lassen, abgedeckt werden!" Um keine völlig unterschiedliche Wohlstandsentwicklung zwischen Pensionisten und Aktiven aufkommen zu lassen, wäre die volle Abdeckung der Inflationsgrenze eigentlich eine logische Untergrenze.

Für die Bezieher kleiner Pensionen müsste sich diese Untergrenze an der Inflationsrate für die Güter des täglichen Bedarfs orientieren, die bekanntlich rund das Doppelte der "normalen Inflationsrate" ausmacht. "Nur so kann eine De-facto-Pensionskürzung bei den Beziehern kleiner Pensionen verhindert werden," argumentiert Landesrat Ackerl. Ackerl erinnert in diesem Zusammenhang an die schier endlose Liste an Abgaben- und Steuererhöhungen, die diese Bundesregierung ohne jede Rücksicht auf eine "soziale Verträglichkeit" beschlossen hat.

Ackerl rechnet damit, dass im nächsten Jahr viele zusätzliche tausende Pensionisten unter die Armutsgrenze fallen werden. "Beim OÖ Heizkostenzuschuss rechnen wir schon jetzt mit eineinhalb so vielen Bezugsberechtigten als in der Heizperiode 2000/2001!" meint Ackerl. Besonders ungerecht empfindet Ackerl die Benachteiligung der Pensionisten angesichts des überschwänglichen Selbstlobes zur Pensionsharmonisierung: "Während die Bundesregierung völlig zu unrecht ihre angebliche Pensionsharmonisierung als Jahrhundertwerk zu vermarkten versucht, zeigt sie bei der Pensionserhöhung sofort das wahre Gesicht ihrer Unrechtspolitik!"

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