Tauschitz: FPÖ-Proporzkritik ist der Gipfel der Frechheit

FPÖ ist Brandstifter, der sich als Feuerwehrmann aufspielt

Klagenfurt (OTS) - - Es entbehre nicht einer gewissen Ironie, wenn sich ausgerechnet die FPÖ über den angeblichen Postenschacher auf Bundesebene aufrege, erklärte heute der ÖVP-Landtagsabgeordneter JVP-Chef Stephan Tauschitz. Wenn Jörg Haider die FPÖ als "positive Kraft" bezeichne, die es "besser macht", dann könne er damit nur die brutale Vetternwirtschaft in Kärnten meinen, mit der die FPÖ alle wichtigen Positionen im Land blau einfärbe. Tauschitz: "Ich muss dem Landeshauptmann aber auch Recht geben: In Kärnten gibt es keinen Proporz, weil sich die FPÖ alle Posten im Alleingang unter den Nagel reißt."
Aber auch auf Bundesebene würde die Freunderlwirtschaft der FPÖ blühen, wie die jüngste Vergabe eines lukrativen Werbeetats vom ehemaligen FPÖ-Politiker und nunmehrigen ÖBB-Top-Manager Gilbert Trattner an Haider-Intimus Gernot Rumpold beweise. Tauschitz: "Da schanzen sich die beiden ehemaligen FPÖ-Bundesgeschäftsführer ungeachtet jeder Anbotsbeurteilung die Millionen zu. Ich kann die Bundes-ÖVP nur davor warnen, solche Personen in verantwortungsvolle Positionen zu hieven, sie erfüllen die dafür notwendigen moralischen Mindeststandards nicht."
Auch in Kärnten sei die Liste der Emporkömmlinge mittlerweile lang. Ein kurzer Auszug ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
§ Der unter mysteriösen Umständen aus seinem Amt verschwundene Kurzzeitminister Schmid werde zur Aufbesserung seiner kargen Politpension vom Land Kärnten als Konsulent in Raumordnungsfragen beschäftigt.
§ Der Ehemann einer nicht weiter erwähnenswerten freiheitlichen Tourismus-Staatssekretärin, Karl-Heinz Rossmann, tauche plötzlich und ohne Ausschreibung als Nachfolger des in Ungnade gefallenen Eventmanagers Hannes Anton auf. Seine frühere Tätigkeit als Geschäftsführer einer Firma für Wasserschutz- und Dieselsparsysteme habe ihn offenbar nicht nur für die Aufgaben der Kärnten-Vermarktung prädestiniert, sondern ihm auch eine Anzeige der Linzer Kri-minalabteilung wegen des Verdachtes des schweren Betrugs eingebracht.
§ Haiders Pressesprecher Petritz, jahrelang als Angestellter der FPÖ Propagan-dadirektor der Landesregierung, werde nunmehr als Konsulent vom Land bezahlt und für sein aufopferungsvolles kulturelles Engagement mit einem Sitz im Theaterausschuss gewürdigt. § Sein Nachfolger als Sprachrohr des Landeshauptmannes, Richard Wallgram, sei von Haider per Weisung und ohne Ausschreibung in den Stand des Leiters des Landespressedienstes erhoben worden.
§ Der wirtschaftlich erfolglose Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko habe im Büro von Landesrat Pfeifenberger Zuflucht gefunden, während der
§ Ex-FPÖ-Landtagsabgeordnete Siegfried Jost, einst renommierter Kärntner Journalist, im Bürgerbüro des Landeshauptmannes in der Landesregierung untergekommen, wenn auch dort noch nicht oft gesehen worden sein solle.
§ Besser erwischt habe es der ehemalige ÖVP-Sympathisant und nunmehrige PfeifenbergerIntimus Hannes Gatterer, der vom Finanzreferenten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion als Flughafen-Geschäftsführer durchgedrückt worden sei. Diesen akuten Anfall von frecher Günstlingswirtschaft habe nicht einmal der unter Protest erfolgte Rückzug von Hypo-Chef Wolfgang Kulterer als Aufsichts-ratsvorsitzender der Flughafengesellschaft verhindern können, was diesem auch noch böse Nachreden der Freiheitlichen eingetragen habe.
§ Warm versorgt worden sei auch entgegen heftigen Protesten Haiders Ex-Sekretärin Erika Napetschnig, die nach einem schallenden Umfaller des künftigen Ex-SPÖ-Vorsitzenden Ambrozys die Leiterin der Kulturabteilung geworden sei, was an Lächerlichkeit nur mehr von der Bestellung von Haiders Aktenträger Franz Koloini zum Protokollchef des Landes Kärnten übertroffen werde.
§ Eine ebenfalls bemerkenswerte Karriere habe die Büroleiterin von FPÖ-Landesrat Gerhard Dörfler, Claudia Egger, gemacht, die sich als Juristin ohne jede Erfahrung im Schulbereich plötzlich als amtsführende Landesschulratspräsidentin wiedergefunden habe und auf FPÖ-Inseraten Parteienwerbung betreibe, anstatt in dieser honorigen Funktion wenigstens den Anschein der Überparteilichkeit zu wahren. Tauschitz: "Dass diese dreiste Postenschacherpartie sich jetzt zum Hüter der Objektivität in Österreich aufspielen will, ist wirklich der Gipfel der Frechheit."
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