AKNÖ-Staudinger: Suche nach Arbeitskräften aus Nachbarländern unverantwortlich

AKNÖ widerspricht der veralteten Arbeitskräfteprognose von Eco Plus

Wien (AKNÖ) - "Angesichts ständig steigender Arbeitslosenzahlen kann keine Rede davon sein, dass in den nächsten Jahren in der niederösterreichischen Grenzregion Arbeitskräfte fehlen werden und aus den Nachbarländern angeworben werden müssen. Das zu behaupten ist nicht nur unverantwortlich, sondern falsch", sagt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger zur heute präsentierten Studie der Regionalentwicklungsagentur Eco Plus. Demnach sollen bis 2007 in Niederösterreich 7.000 Arbeitskräfte fehlen, aber 20.000 gebraucht werden. Die AKNÖ-Experten kennen diese heute als Arbeitskräfteprognose präsentierten Zahlen aus einer mehrere Jahre alten Untersuchung des WIFO und somit als nicht aktuell.

"Nimmt man diese Zahlen für bare Münze, müsste die niederösterreichische Wirtschaft bis 2007 mehr als doppelt so stark anwachsen wie prognostiziert und die Pensionsreform hätte nicht stattfinden dürfen", erklärt AKNÖ-Präsident Staudinger. Ein weiterer Gegenbeweis: Erst gestern, Dienstag, hat die OECD die Wirtschaftsprognose für Österreich zurück genommen, sodass auch im kommenden Jahr für den Arbeitsmarkt keine Entwarnung gegeben werden kann.

"Wenn aufgrund längst veralteter und inzwischen offenbar falscher Prognosen eine verstärkte Anwerbung von Arbeitskräften aus den neuen EU Mitgliedsländern erfolgen soll, wird das auf großes Unverständnis bei der betroffenen Bevölkerung stoßen", so Staudinger. Denn auch diesen Winter wird die Arbeitslosigkeit in den Waldviertler Bezirken laut Prognosen der AKNÖ auf über 10 Prozent steigen. In Gmünd wird die Arbeitslosenquote im Jänner voraussichtlich fast 15 Prozent erreichen. Wie die in der heutigen Pressekonferenz angeregte "Einbindung von PendlerInnen aus Tschechien und der Slowakei" das Problem von Abwanderung und Arbeitslosigkeit lösen soll, bleibt das Geheimnis von ECO Plus. "Eine Wirtschaftspolitik, die auf das Ziel Vollbeschäftigung ausgerichtet ist, erfordert vielmehr eine Verstärkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik und die verstärkte Weiterbildung von Beschäftigten", erklärt AKNÖ-Präsident Staudinger abschließend.

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