"Moderat positive Erwartung": Werbebarometer zeigt für 2005 leicht nach oben  Utl.: Für 2004 rechnet heimische Kommunikationswirtschaft mit Umsatz von zirka 3,6 bis 3,7 Milliarden Euro - Ruttinger: "Werbung ist Öl im Getriebe der Wirtschaft"

Wien (PWK884) - "Eine moderat positive Erwartung" - so
kommentierte Walter Ruttinger, Obmann des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation <www.fachverbandwerbung.at> der Wirtschaftskammer Österreich, heute vor Journalisten die Ergebnisse des Werbebarometers für die Monate Jänner bis Oktober 2004: Für die ersten 3 Quartale verzeichnet das mit der Erhebung beauftragte Institut Focus Media Research <www.at.focusmr.com> eine nominelle Steigerung der Werbeausgaben von 4,5 Prozent. Sehr positiv zeigt sich dabei die Entwicklung der Werbung für Freizeit und Sport (+36 Prozent), Touristik (+17 Prozent), Handel (+16 Prozent) und Textilien (+13 Prozent). 

"Dabei", so Ruttinger, "werden aber gestiegene Rabatte der Medien nicht abgebildet." Der Vergleich der Zahlen von Focus mit dem Werbesteueraufkommen ergibt ein gestiegenes Rabatt-Aufkommen in der Höhe von 1,5 Prozent, die Focus aber systembedingt nicht abbildet. Somit reduziert sich das nominelle Wachstum der Werbeausgaben 2004 auf knapp 3 Prozent. 

Für das erste Halbjahr 2005 rechnet Focus-Geschäftsführer Josef Leitner mit einer Steigerung von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Erwartungshaltung für das kommende Jahr fällt laut Leitner bei den Agenturen mit +3,4 Prozent positiver aus als jene ihrer Auftraggeber mit +2,5 Prozent." Unter den prozentuell größten Gewinnern des nächsten Halbjahres sieht das Werbebarometer wieder einmal Below the Line-Werbung: Internet (+5,2 Prozent), Verkaufsförderungsaktionen (+3,9 Prozent), Direktwerbung (+3,4 Prozent). In Euro ausgedrückt wiegen allerdings die prognostizierten Zuwächse bei Printwerbung (+2,6 Prozent) um ein Vielfaches schwerer, da etwa die Hälfte aller Mediawerbung in Print fließt. Dem gegenüber werden Hörfunkwerbung mit 1,8 Prozent und TV mit mageren 0,8 Prozent Zuwachs in der ersten Jahreshälfte 2005 vorlieb nehmen müssen. 

Stichwort Werbesteuer: Der Fachverband Werbung hat eine Steigerung der Einnahmen des Finanzministeriums um 9,97 Prozent aus seinem Titel "Werbeabgabe" für den Zeitraum Jänner bis September 2004 errechnet. Während, so Ruttinger, die Kommunikationsbranche um jeden Etatzuwachs ringen müsse, habe das Finanzministerium durch Ausweitung der Werbesteuer auf Postwurf seine Einkünfte um jährlich 7 Prozent aufgefettet. "Die Leidtragenden sind die Konjunktur, die geschröpften Auftraggeber und die Werbeträger: Letztere müssen froh sein, wenn sie heuer nominell 3 Prozent Zuwachs aus dem Werbegeschäft einfahren können." Vor diesem Hintergrund appelliert der Fachverbandsobmann an die Auftraggeber, endlich dramatisch mehr in Werbung zu investieren, denn: "Werbung ist Öl im Getriebe der Wirtschaft." (JR)

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