VP-Hahn: 5000 Unterschriften in zweieinhalb Wochen sind eindeutiger Beweis

Migranten-Vertreter unterstützen in Eigeninitiative die Forderung der ÖVP Wien nach Sprachintegration

Wien (01/12/04) - "Wir wollen, dass unsere Kinder Deutsch können bevor sie in die Volksschule kommen", erklärt heute Peter Pranjic, Sprecher der kroatischen Gemeinde stellvertretend für alle in Wien lebenden Migrantinnen und Migranten. Anlass war die Übergabe von 5000 Unterstützungsunterschriften durch Vertreter der kroatischen, türkischen und polnischen Gemeinde an den geschäftsführenden Obmann der ÖVP Wien, Stadtrat Johannes Hahn. Vertreter dieser Gemeinden waren in den letzten zweieinhalb Wochen unterwegs und haben Unterschriften für die Forderung der ÖVP Wien
gesammelt.

"Chancengleichheit für alle Kinder, gebe es nur dann, wenn auch Migrantenkinder bereits bei Schuleintritt Deutsch können. Kinder von Migranten schließen nur in den seltensten Fällen eine AHS ab. Ihr Anteil in Haupt- und Sonderschulen ist überproportional hoch. Es kann ja nicht daran liegen, dass sie dümmer sind", argumentiert Emine Feyzioglu von der türkischen Gemeinde ihr Engagemnet für bessere Sprachintegartion im Kindergarten. 40% aller Pflichtschüler Wiens haben nicht Deutsch zur Muttersprache. Nur 9% davon besuchen die AHS Unterstufe. 26 % eine Sonderschule. Demgegenüber gehen 54% der österreichischen Schüler nach der Volksschule in die AHS.

"Ich sehe die Unterschriften als Beweis, dass wir mit unserem Integrationsmodell einen elementaren Schritt zur Integration von Migrantenkindern setzen. Zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr lernen Kinder eine fremde Sprache am leichtesten. Kinder, die diese Chance nicht möglichst früh ergreifen können, haben bereits verloren," so Hahn. Auch der Bischof der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Wien, Emanuel Aydin, begrüßt den Vorschlag der ÖVP Wien.

Die Unterschriften werden bei der nächsten Gemeideratssitzung gemeinsam mit einem Antrag auf das letzte Kinderkartenjahr gratis, der SPÖ Stadtregierung vorgelegt.

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