Sozial-Landesrat Ackerl: Pensionserhöhung für 2005 zeigt eklatanten Mangel an Harmonisierung

Finanzminister Grasser will nicht einmal die "eigene" Teuerungswelle abgelten

Linz (OTS) - Als Verhöhnung der ASVG-Pensionisten empfindet Sozial-Landesrat Ackerl die beschlossene Pensionserhöhung für 2005 gerade vor dem Hintergrund der angeblichen Pensionsharmonisierung. "Während die Erhöhung der Pensionen der Bundesbeamten mit 2,3 Prozent zumindest annähernd die Inflationsrate abdeckt, werden die ASVG-Pensionisten mit 1,5% bzw. 10,3 Euro abgespeist", kritisiert Ackerl. "Daher fordere ich die Bundesregierung auf, auch die Pensionserhöhungen zu harmonisieren und die ASVG-Pensionen um 2,3 Prozent zu erhöhen!"

Wobei Ackerl auch eine Erhöhung um 2,3 Prozent für zu gering hält:
"Bei einer Inflationsrate im Oktober von 2,6% stellt das immer noch eine reale Kürzung dar! Damit können nicht einmal die Grausamkeiten, die sich die Bundesregierung in letzter Zeit hat einfallen lassen, abgedeckt werden!"

Ackerl erinnert in diesem Zusammenhang an die schier endlose Liste an zusätzlichen Abgaben- und Steuererhöhungen, die diese Bundesregierung ohne jede Rücksicht auf ihre "soziale Verträglichkeit" beschlossen hat. "Die weit über der normalen Inflationsrate liegenden Teuerungen bei den Gütern des täglichen Bedarfs - rund das Doppelte der normalen Inflationsrate - führen ohnehin vor allem bei BezieherInnen kleinerer Pensionen zu einer De-Facto-Pensionskürzung!" wettert Ackerl.

Ackerl rechnet damit, dass im nächsten Jahr viele zusätzliche tausende PensionistInnen unter die Armutsgrenze fallen werden. "Beim OÖ Heizkostenzuschuss rechnen wir schon jetzt mit eineinhalb so vielen Bezugsberechtigten als in der Heizperiode 2000/2001!" meint Ackerl. Besonders ungerecht empfindet Ackerl die Benachteiligung der ASVG-Pensionisten angesichts der eben beschlossenen angeblichen Pensionsharmonisierung: "Während sich die Mitglieder der Bundesregierung - zu unrecht - als große Harmonisierer feiern lassen, zeigt sich bei der Pensionserhöhung sofort das wahre Gesicht ihrer Unrechtspolitik!"

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