ÖGB-NÖ: Einstimmige Resolution gegen Schließung von Postämtern

Arbeitsplätze dürfen nicht gefährdet werden

Wien (ÖGB-NÖ) - "Die Schließung der Postämter in Niederösterreich bedeutet die endgültige Zerschlagung der Nahversorgung im ländlichen Raum und Vernichtung von Arbeitsplätzen", erklärte der Vorsitzende des ÖGB-NÖ, Josef Staudinger. Mit dem Verkauf der Postbuslinien ist auch der öffentliche Verkehr in den ländlichen Regionen kaum mehr aufrecht zu erhalten. Das Konzept der Postpartner sei in Zweifel zu ziehen, da es in vielen Gemeinden kaum mehr Greißler oder Geschäfte gebe. Daher stelle sich die Frage, wo die Post ihre Partner hernehmen will, die ihre Dienste übernehmen sollen. "Schon bei der letzten Schließungswelle kam ein Postpartner auf sechs geschlossene Postämter", erinnert der Gewerkschafter.++++

Der ÖGB-NÖ fordert daher in einer einstimmigen Resolution den Vorstand der Post AG auf, die Schließungspläne für die Postämter in Niederösterreich nicht weiterzuverfolgen. Es muss durch entsprechende Rahmenbedingungen dafür Sorge getragen werden, dass vor allem die älteren Menschen in den ländlichen Gemeinden nicht noch mehr unter der Ausdünnung der Nahversorgung zu leiden haben und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. (sk)

ÖGB, 1. Dezember
2004
Nr. 797

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