AK lehnt Verkauf des Postbusses als unverantwortlich ab

Ist ein Verlustgeschäft - Verkehrsminister Gorbach selbst bestätigt Ergebnisverschlechterungen für Postbus bis zu 63 Mio Euro durch Verkauf

Wien (OTS) - "Nur ein sofortiger Stopp der Postbus-Verkaufsverhandlungen kann den Schaden begrenzen", sagt AK Verkehrsexpertin Doris Unfried. Selbst das von Verkehrsminister Gorbach in Auftrag gegebene Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass durch den Verkauf von rund einem Drittel des Postbusses für das Unternehmen zusätzliche Kosten bis zu 62,8 Mio Euro entstehen und hunderte Arbeitsplätze gefährdet wären.

Jetzt wurde bekannt, dass dem Postbus allein in den nächsten 4 Jahren ein Schaden von mindestens 10,4 Mio Euro entsteht. "Wenn die privaten Käufer die Postbus-Beschäftigten nicht übernehmen, steigt das Minus bis 2008 sogar auf 62,8 Mio Euro", so Unfried. Das ist das Ergebnis des von Gorbach in Auftrag gegebenen Gutachtens der BDO Auxilia Wirtschaftstreuhandgesellschaft.

Damit werden die schlimmsten Befürchtungen der AK bestätigt. "Der Verkauf des Postbusses ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht unverantwortlich und daher abzulehnen", bekräftigt Unfried. Nur ein sofortiger Stopp der Verkaufsverhandlungen kann schweren wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen und die ArbeitnehmerInnen abwenden. Die AK erinnert an den Beschluss des Kartellgerichts: Demnach wurde der Zusammenschluss von Post- und Bahnbus als wettbewerbsrechtlich unbedenklich eingestuft und ohne Auflagen genehmigt, das heißt, ohne die Verpflichtung zum Weiterverkauf dieses Drittels laut Ministerratsbeschluss.

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