Positive Effekte durch EU-Erweiterung

Gabmann präsentierte neue Studie

St. Pölten (NLK) - Die EU-Erweiterung brachte für Niederösterreich positive Effekte: Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag von ecoplus durchgeführt und heute von Landesrat Ernest Gabmann in Wien präsentiert wurde. "Die Veränderung am Arbeitsmarkt durch die Erweiterung ist eines der meist diskutierten Themen der letzten Jahre. Die Sorge der Menschen um die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze ist ernst zu nehmen. Dafür ist es notwendig, den Arbeitsmarkt in Österreich und in den Nachbarländern kontinuierlich zu beobachten", betonte Gabmann. Aus diesem Grund wurde auch das aus INTERREG-Mitteln geförderte Projekt "Arbeitsmarkt im Grenzland" gestartet, um für Niederösterreich und die Nachbarregionen relevante Daten zu erhalten.

Die Studie besagt beispielsweise, dass man mit einem Arbeitskräftezustrom von 120.000 Personen in den nächsten Jahren rechnet, die Langzeitimmigration nur für eine Minderheit interessant ist, eine Kooperation zwischen den relevanten Organisationen wichtig ist und dass sich die Erweiterung vor allem auf die urbanen Regionen auswirkt. Gruppen, für die es am Arbeitsmarkt künftig kritisch werden kann, sind vor allem ältere und niedrig bezahlte Personen.

Derzeit sind ca. 1.000 tschechische Arbeitskräfte erfasst, die nach Niederösterreich pendeln. Das demografisch bestimmte Arbeitskräfteangebot wird in Niederösterreich bis 2007 um 7.000 Personen zurückgehen. Bei einem für Niederösterreich optimistisch angenommenen Wirtschaftswachstum von jährlich 3 Prozent werden daher zusätzlich 20.000 Beschäftigte erforderlich sein.

"Die Arbeitsmarktthematik hat eine hohe Bedeutung für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich. Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind auch ein entscheidendes Kriterium bei der Standortwahl der Unternehmen", erklärte Gabmann. Mit dem Ausbau von Weiterbildungseinrichtungen und der Sprachenoffensive sei man auf dem richtigen Weg. Der gemeinsame Wirtschaftsraum brauche noch eine Steuerung.

Nähere Informationen: ecoplus, Telefon 01/513 78 50-24.

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