AKNÖ warnt: Reisekosten trotz "verschenktem" Türkei-Aufenthalt

Telefonanbieter UTA will seine treuesten Kunden belohnen Wien (AKNÖ) - Der Telefonanbieter UTA "bedankt" sich bei seinen "treuesten und besten Kunden" mit einer seltsamen Urlaubsaktion: Der einwöchige Aufenthalt in Antalya ist geschenkt - die Reisekosten müssen die "Beschenkten" jedoch selbst übernehmen.

Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer waren einigermaßen erstaunt über die neueste Marketingaktion des Telefonanbieters UTA:
In Briefen an die "treuesten und besten" Kunden wird ein einwöchiger Urlaubsaufenthalt in der Türkei versprochen. Der Aufenthalt im Fünfsternehotel mit Halbpension ist geschenkt, ebenso eine "Fest-Gala, exklusiv für beste UTA-Kunden", wie es in der Einladung heißt. Eine Tabelle mit Flugterminen von Jänner bis April 2005 wird gleich mitgesandt. Der Haken dabei: Die Konsumenten müssen die Kosten für Hin- und Rückreise selbst übernehmen. Und das kann teuer werden.

Reise kostet bis zu 325,50 Euro

AKNÖ-Konsumentenberaterin Christa Hörmann: "Es erscheint nicht nur eigenartig, dass man zu einem geschenkten Urlaubsaufenthalt die Reisekosten selbst bezahlen muss - diese Reisekosten sind für die Gewinner gar nicht einfach zu ermitteln." - Angegeben ist bei der Buchung durch einen deutschen Reiseveranstalter ein Grundpreis von 89 Euro pro Person und Flugstrecke. Dazu kommen jede Menge Zuschläge:
Ein Flughafenzuschlag je nach Reisemonat von bis zu 14 Euro, ein "Saisonzuschlag" bis zu 48 Euro, bei einigen Reiseterminen im März auch noch ein "Ferienzuschlag" von 18 Euro. Zählt man diese Zuschläge zum Grundpreis dazu, ergibt das erst die Kosten für die Hinreise. Will man die Gesamtreisekosten wissen, muss daher alles doppelt gerechnet werden. Dazu kommen 21,50 Euro für Visum und Sicherungsgebühr. Wer zum Beispiel die Reise mit Abflugort Wien am 18. März bucht, bezahlt insgesamt 325,50 Euro.

Keine Gewährleistung

"Bei derartigen Reisekosten kommt das vermeintliche Treuegeschenk ganz schön teuer", so Konsumentenberaterin Hörmann. Ein anderes Problem ergibt sich in rechtlicher Hinsicht: Ist das Zimmer nicht sauber oder die Verpflegung unzureichend, ist fraglich, ob und wo man einen Gewährleistungsanspruch durchsetzen kann.

Tipps für Konsumenten

Die Konsumentenschützer der AKNÖ empfehlen dringend, den Flug jedenfalls erst dann zu buchen, wenn seitens des Reiseveranstalters eine Terminzusage gemacht wurde. Sonst kann es passieren, dass man, wenn der Aufenthalt aus irgendwelchen Gründen doch nicht zustande kommt, zwar eine Flugreise gebucht, aber keinen Platz zum Schlafen hat. Außerdem sollte sowohl für den Aufenthalt als auch für den Flug eine Reisestornoversicherung abgeschlossen werden.

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