ÖBB starten mit Ausbau der Pottendorfer Linie in Wien

Zweigleisiger Ausbau bis 2008 bringt Kapazitätssteigerung und mehr Lärmschutz für Wien

Wien (OTS) - ÖBB (Wien) - Morgen, Donnerstag, starten die ÖBB mit dem zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie im Süden Wiens. Der Streckenabschnitt zwischen Bahnhof Meidling bis zur Stadtgrenze wird bis 2008 komplett verändert: die bestehenden Gleisanlagen werden adaptiert, zwei neue Gleise kommen hinzu, und umfassende Lärmschutzmaßnahmen werden die Lebensqualität der Bevölkerung deutlich verbessern. In dieses Infrastrukturprojekt investiert der Bund 108,7 Mio. EUR.****

Das Ausbau-Programm

Bis 2008 setzen die ÖBB im "Wiener Abschnitt" der Pottendorfer Linie folgenden Maßnahmen um:

  • Neu- und Umbau von Gleisanlagen mit dem Ziel einer nachhaltigen Verkehrsentflechtung sowohl Schiene-Schiene als auch Schiene-Straße
  • Errichtung umfassender Lärmschutzmaßnahmen auf einer Gesamtlänge von 6,4 km
  • Errichtung einer Brücke über die Triesterstraße
  • Errichtung einer Unterführung unter der Pfarrgasse
  • Errichtung einer Unterführung unter der Neilreichgasse
  • Errichtung einer Unterführung unter der Oberlaaer Straße
  • Errichtung der Ostschleife Inzersdorf

Gegenwärtige Maßnahmen

Seit Anfang November finden Vorarbeiten (Kriegsreliktsuche und archäologische Sondierungen) entlang des Projektabschnittes statt. Nun startet die Baufeldfreimachung für die umfangreichen südseitigen Lärmschutzmaßnahmen zwischen Triester Straße und Pfarrgasse. In diesem Bereich errichten die ÖBB einen umweltfreundlichen Lärmschutzwall mit Steinschlichtungen. Diese Maßnahmen wurden in der Vorbereitung des Projekts mit der Gemeinde Wien im Detail akkordiert.

Im Jänner werden schließlich im Bereich Pfarrgasse - Oberlaaer Straße die Arbeiten an den Gleisanlagen beginnen. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb - bei voller Aufrechterhaltung des Straßen- und Bahnverkehrs.

Projektnutzen

Der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie bringt für Wien eine nachhaltige Entflechtung der Verkehre. Der Schienenverkehr kann effizienter und rascher abgewickelt werden, das Kreuzen von Zügen wird vermieden. Zudem können Kapazitäten erhöht werden, was in Zukunft eine Entlastung der Südbahn und damit insgesamt eine Angebotsverbesserung sowohl auf der Südbahn als auch auf der Pottendorfer Linie möglich macht. Die Ausbaumaßnahmen führen zu einer Anhebung der Streckengeschwindigkeit, und die Reisezeit reduziert sich nach Ausbau des NÖ-Abschnitts der Pottendorferlinie.

Von zentraler Bedeutung ist für die ausführende ÖBB Planung & Engineering bei diesem Projekt aber auch die bewusste Einbeziehung und Thematisierung des Umfelds der Bahn. Neben Lärmschutzmaßnahmen unterschiedlichster Art werden auch moderne Radwege und eine ganze Reihe von ökologischen Begleitmaßnahmen als fixer Teil des Projektes umgesetzt. Auch heute schon bestehende Lärmschutzwände werden erneuert und auf den Stand der Technik gebracht.

Bürgerinformation

Der Ausbau der Pottendorfer Linie in Wien ist das Ergebnis eines mehrjährigen Planungsprozesses, der in einer engen Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, den Bezirken und den zuständigen Behörden abgewickelt wurde. Im Oktober 2002 fand schließlich die eisenbahnrechtliche Verhandlung statt, im Mai 2003 wurde das Projekt per Bescheid genehmigt. Für Detailinformationen steht der Bevölkerung Baumanager Ing. Marko Frömel im Baubüro am Schedifkaplatz, 1120 Wien, oder unter der Email-Adresse: serviceline@pe.oebb.at zur Verfügung. Auch für die kommenden Jahre bis zur Fertigstellung 2008 ist ein enger Kontakt zu den Projektbeteiligten zentraler Punkt bei der Umsetzung des Ausbaus.

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB Kommunikation Wien
Dr. Gary Pippan
Tel: 01 / 93000-33596
Fax: 01 / 93000-9880-33596
e-mail: gary.pippan@kom.oebb.at

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