Wachablöse im Fachverband der Spediteure

Präsident Leitl würdigt Harald Bollmann für 17 erfolgreiche Jahre - Neuer Obmann Dieter Salcher legt Programm vor

Wien (PWK881) - Im Rahmen der Veranstaltung "Die österreichische Spedition - gestern, heute, morgen" übergab Komm.Rat Dkfm. Harald Bollmann (62) Dienstag Abend den Vorsitz des Fachverbandes Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich an seinen Nachfolger, Komm.Rat Dieter Salcher (60).

In den 17 Jahren seiner Obmannschaft konnte Bollmann wichtige Erfolge für die Branche erringen, würdigte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl den Elan und das Engagement des scheidenden Branchensprechers. "Die Wertschätzung, die ihm von den Kollegen entgegengebracht wird, ist der schönste Dank für die unermüdliche Arbeit", sagte Leitl: "Bollmann hat sich stets geradlinig für die Anliegen der Wirtschaft eingesetzt und ist immer für Sympathie und Anstand eingetreten".

Unter der Leitung Bollmanns wurden u.a. die erste Branchenstiftung (AUSPED) und Österreichs erste Berufsakademie ("Speditions-Akademie") eingerichtet (1991) sowie das Berufsbildbild "Speditionslogistiker" für Lehrlinge geschaffen. Der Wiener Speditionsunternehmer (Spedition Carl Ohly) trat stets für eine besonnene Entwicklung bei Kollektivverträgen ein, förderte die innerbetriebliche Mitarbeiterschulung und engagierte sich für ein erfolgreiches "Reenginiering" von Spedition und Logistik. Die Branche zählt jetzt mehr Mitarbeiter als vor dem EU-Beitritt Österreichs. Sein besonderes Augenmerk galt der Nachbesetzung der Lehrkanzel für Transportwirtschaft und Logistik an der WU Wien.

In der Veranstaltung wurden diese Leistungen durch Kurzstatements von Präsident Leitl (Der Spediteur als Motor der Wirtschaft), DI Paul Senger-Weiss (Logistikstandort Österreich, Kollektivverträge), KR Reinhold Bernhard (Berufsausbildung), Mag. Erich Spitzer (Berufsbild Speditionslogistiker), Prof. Friedrich Macher (Logistikmanagement), Dir. Friedrich Pacejka (Trimodaler Standort Wiener Hafen), Vorstandsdirektor Gustav Poschalko (Spedition & Bahn), Mag. Alexander Piekniczek (PR in der Spedition), Dr. Wolfgang Fiala (SVS in Österreich - Vergleich zu Deutschland) sowie Prof. Sebastian Kummer (Mauttabellen) gewürdigt.

Prof. Kummer widmete Bollmann anlässlich dessen Funktionsbeendigung eine Studie zum Thema "Road Pricing". Der Fachverbandsobmann hatte sich stets vehement für das vollelektronische Mautsystem eingesetzt. Die von Bollmann verhinderten "Mauthütten" ersparen der Republik Österreich jährlich 200 Millionen Euro, so das Ergebnis dieser Studie.

Dieter Salcher, Bollmanns Nachfolger als Obmann des Fachverbandes, ist seit 20 Jahren Leiter von Schenker Tirol und seit zehn Jahren Obmann der Tiroler Spediteure. Er ist bestrebt, die erfolgreiche Arbeit im Fachverband weiterzuführen. Sein Hauptaugenmerk möchte er, wie er sagte, auf folgende Punkte legen: Neugestaltung der Unverbindlichen Verbandsempfehlung für Kaufmannsgüter (hier sollen geeignete Kalkulationsvorlagen erstellt werden). In den Kollektivverträgen soll die Arbeitszeit flexibler gestaltet und somit den betrieblichen Erfordernissen angepasst werden. Feinschliff des neuen Berufsbildes Speditionslogistiker, Einbindung von Experten im Begutachtungsverfahren sowie verstärkte Imagebildung in Politik und Medien. (hp)

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