Umweltdachverband präsentiert FORD Umweltpreise 2004: Schiestlhaus am Gipfel des Erfolges!

Wien (OTS) - Im 21. Jahr des renommierten FORD Umweltpreises lagen für die drei engagiertesten Umweltinitiativen und ein herausragendes Klimaschutz-Projekt insgesamt 16.000 Euro im Siegestopf. Die Gewinner wurden am 1. Dezember 2004 im Presseclub Concordia von Umweltminister DI Josef Pröll, Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, und Ford Austria-Generaldirektor Fritz Schmutzhart ausgezeichnet. Vier weitere Bundesländer-Sieger erhielten Anerkennungspreise.

1. PREIS: Österreichischer Touristenklub siegt mit innovativer Schutzhütte

Besonders hoch hinaus geht es für den Sieger des heurigen Ford Umweltpreises. Kein Wunder, steht doch das Projekt, das von der fachkundigen Jury aus UmweltjournalistInnen und ExpertInnen zur Nummer 1 gewählt wurde, auf 2.154 Meter Seehöhe. Die Rede ist vom Schiestlhaus, dem zentralen alpinistischen Stützpunkt des Hochschwabmassivs, der zur Zeit vom Österreichischen Touristenklub (ÖTK) neu errichtet wird. Der Ersatzbau für die alte baufällige Schutzhütte in Form eines Passivhauses ist in dieser Extremlage bislang einzigartig und beispielgebend in Europa. Spatenstich war im Juni 2004, die Fertigstellung ist für Anfang Juli 2005 geplant. Die besondere Herausforderung an die Planer stellte einerseits die exponierte Lage in einem sensiblen Gebiet - der karstige Gebirgsstock des Hochschwab ist Lieferant hochwertigen Trinkwassers für Wien und zahlreiche steirische Gemeinden - andererseits die einzigartigen Erfordernisse eines Schutzhauses dar. Die Lösung ist ein innovatives Gebäudekonzept mit passiv-solarer Fassade, neuem Raumkomfort, Solarkollektoren sowie Photovoltaikmodulen, die etwa 70 % der elektrischen Energie decken. Die Jury zeigte sich begeistert vom neuen Schiestlhaus und verlieh 5.000 Euro Siegesprämie an den ÖTK.

Kontakt: Ing. Hannes Resch, Dipl.-Ing. Franz Hippmann, Österreichischer Touristenklub ÖTK, Tel.: 01/5123844, email: zentrale@touristenklub.at

2. PREIS: Volksschule Gasen mit "Fifty-fifty" auf Energiesparkurs

Auch der 2. Platz ging heuer in die Steiermark. Die Volksschule Gasen im Bezirk Weiz zog die 4.000 Euro Prämie für das Energiesparprojekt "Fiftyfifty" an Land. Im Rahmen dieses Projektes legten Gemeinde und Schule vertraglich fest, dass die Hälfte der eingesparten Energiekosten an die Schule zurückfließt. Unterstützt wurde die im September 2001 gestartete Aktion vom Land Steiermark und dem Verein ecowatt. Die SchülerInnen der Volksschule haben gemeinsam mit den LehrerInnen einfache, aber effiziente Möglichkeiten gefunden und umgesetzt, um wertvolle Energie einzusparen. Jede Klasse stellte eigene Energiebeauftragte, die Innen- und Außentemperatur kontrollierten. Innerhalb weniger Monate konnten bereits 400 Euro für Strom eingespart werden, was einem Minus von 20 Prozent entspricht. "Ein vorbildhaftes Energiesparmodell und gleichzeitig eine gelungene, gelebte Kooperation zwischen Schule und Gemeinde", so das Urteil der Jury.

Kontakt: Mag. Sabine Schabler-Urban, Projektleitung Tel.: 03132/21169, email: schabler@borg-birkfeld.at

3. PREIS: Erste Tageszeitung für Erneuerbare Energie - oekonews.at

Die erste Online-Tageszeitung für Erneuerbare Energie macht das Siegertrio komplett. Das vierköpfige, engagierte Team von "oekonews.at" mauserte sich in den letzten Monaten mit seinen Berichten über Ökostrom, Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse, energieeffizientes Bauen & Co. zur ultimativen Info-Plattform in Sachen Ökologie. Darüber hinaus bietet oekonews.at ihren LeserInnen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und stellt sich den NutzerInnen auch als Plattform für E-Mail-Aktionen, Beratung durch einzelne Partnerunternehmen sowie die Vorstellung von eigenen Projekten zur Verfügung. Der Terminkalender www.oekotermine.at steht desgleichen allen UserInnen offen. Einmal im Monat wird ein(e) Held/in gekürt, der/die durch besonderes Engagement für Erneuerbare Energie, gegen Atomkraft oder andere Umweltthemen hervorsticht. Seit dem Start der Online-Tageszeitung im August 2003 wuchsen die Zugriffzahlen stetig an. "Zur Zeit verbuchen wir bereits 80.000 Zugriffe pro Monat", freut sich das Team von oekonews, das 3.000 Euro Prämie mit nach Hause nimmt.

Kontakt: Doris Holler-Bruckner, Lukas Pawek Tel.: 02212/2225-13, email: doris.holler@oekonews.at

SONDERPREIS KLIMASCHUTZ: Erster energieautarker Bauernhof Österreichs

Als überzeugendstes Klimaschutz-Projekt machte Wolfgang Lösers erster heimischer energieautarker Bauernhof im Weinviertel in Niederösterreich das Rennen um den Klimaschutz-Sonderpreis. Der idealistische Ökoenergiepionier aus Streitdorf bei Stockerau hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Bauernhof zur Gänze mit erneuerbaren Energien zu versorgen, unabhängig von fernen Energieimporten zu sein, die Wertschöpfung am Bauernhof zu haben und in geschlossenen nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen zu arbeiten. 1994 startete er sein Projekt. Heute produziert er Wärme, Strom und Kraftstoff in Eigenregie. Für Warmwasser sorgt eine thermische Solaranlage mit 12 m2 Kollektorfläche, Strom liefert eine Photovoltaik-Anlage, zu der 21,5 m2 Module auf dem Wohngebäude gehören. An sonnenreichen Tagen erzeugt die Photovoltaik-Anlage das Dreifache des benötigten Stroms. Unabhängig ist Lösers Bauernhof auch in Sachen Kraftstoff. Alle Fahrzeuge - Traktoren wie Pkws - laufen mit kaltgepresstem Pflanzenöl. Seine Pflanzenölpresse verarbeitet in 24 Stunden bis zu 600 kg Sonnenblumen und liefert dabei 200 Liter Pflanzenöl. Der anfallende hochwertige Presskuchen dient als Tierfutter. Summa summarum ein Projekt, das einen wesentlichen Beitrag zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, zur Regionalisierung der Energiewirtschaft und zur Nachhaltigkeit im Umgang mit Naturressourcen leistet und damit auch 4.000 Euro Prämie an Land zog.

Kontakt: Wolfgang Löser, Tel. 02269/2317, email: w.loeser@direkt.at

ANERKENNUNGSPREISE für Bundesländer-Sieger

Über einen FORD-Anerkennungspreis für das jeweils beste Projekt im Bundesland konnten sich weiters freuen: der Burgenländischer

Landesverband für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung für sein Projekt "Burgenländische Mühlenreise - Tag der offenen Tür", die Gemeinde Werfenweng in Salzburg für ihre Initiative "Sanfte Mobilität - Urlaub vom Auto", der Naturschutzbund Vorarlberg, der mit seiner Sympathiekampagne "Lebendiger Rhein" überzeugte, sowie der Naturpark Kaunergrat in Tirol der mit "Natur aus Menschenhand - Schutz und Pflege für die Fließer Sonnenhänge" punktete.

Weitere Informationen sowie Fotomaterial zum Download sind auf der Homepage des Umweltdachverbandes abrufbar:
http://www.umweltdachverband.at/schwerpunkte/ford/index.htm

Rückfragen & Kontakt:

Ford Austria - Mag. Stefan Skrabal, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/707 2 777-300
Mobil 0676/83 663 300
E-mail: sskrabal@ford.com

Umweltdachverband
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/40 113-21
E-mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at

Alfred Moritz, Projektleiter FORD Umweltpreis
Tel.: 01/40 113-32
E-mail: alfred.moritz@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

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