Kelag: Inakzeptable Vorgangsweise der Regulierungsbehörde

Klagenfurt (OTS) - Die Regulierungsbehörde E-Control gefährdet mit der angekündigten Kürzung der Netztarife der Kelag mittel- und langfristig die Sicherheit der Versorgung in Kärnten, kritisiert Kelag-Vorstand Hermann Egger. "In den vergangenen Jahren hat die Kelag mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau und in die Instandhaltung des nahezu 18.000 km langen Stromnetzes investiert. Nach der Kürzung der Netztarife durch die E-Control können wir dieses Investitionsniveau nicht mehr gewährleisten, das bedeutet eine weitere Schwächung der Infrastruktur des ländlichen Raumes," warnt Egger.

Kelag kündigt rechtliche Schritte an

Äußerst fragwürdig ist für Egger die Vorgangsweise des Regulators in der Öffentlichkeit. "Walter Boltz erfüllt offensichtlich kurzfristige politische Wünsche. Er nennt in der Öffentlichkeit angebliche Einsparungspotentiale, bevor die zuständigen Gremien ihre Entscheidungen getroffen haben und versucht, in die betroffenen Unternehmen hinein zu regieren. Es ist absolut inakzeptabel, dass Boltz unter dem Deckmantel der Regulierungsbehörde populistische Politik betreibt," kritisiert Egger. Vielmehr sei es Aufgabe des Regulators, für ordentliche und nachvollziehbare Verfahren seiner Behörde zu sorgen, sagt Egger. "In unserer Verantwortung um die Sicherheit der Stromversorgung in Kärnten und im Bemühen, Schaden von unserem Unternehmen abzuwehren, werden wir die angekündigte Entscheidung der Regulierungsbehörde mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen," kündigt Egger an.

Stromrechnungen für Haushalte, Gewerbe und Landwirtschaft in Kärnten konstant

In der jüngsten Prüfung der Netztarife der Kelag hat die Regulierungsbehörde die Kosten grundsätzlich als angemessen bestätigt, jedoch eine andere Zuordnung vorgenommen. Die Kelag wird deshalb die Netztarife senken. "Durch die von der Regulierungsbehörde geänderten Kostenzuordnungen und Kostensteigerungen, die wir in den vergangenen Jahren nicht weiter gegeben haben, sind wir nunmehr gezwungen, diese Kosten wenigstens teilweise in unseren Verkaufspreisen zu berücksichtigen. Die Gesamtpreise für unsere Haushalts-, Gewerbe- und Landwirtschaftskunden in Kärnten ändern sich dadurch aber nicht, wir können sie konstant halten, es wird keine Erhöhung ab 1. 1. 2005 geben," betont Egger. "Wir können diesen Kunden weiterhin gleich bleibende, also sehr attraktive Konditionen bieten. Während andere Anbieter ihre Energiepreise in den vergangenen Jahren und auch heuer teilweise mehrmals erhöht haben, befinden sich unsere zukünftigen Preise für Netz und Energie nominell auf dem Niveau des Jahres 1995. In den vergangenen Jahren hat die Kelag den Haushalten und der Wirtschaft in Kärnten durch Preissenkungen Kosten von insgesamt mehr als 160 Millionen Euro erspart," erläutert Egger.

Stromkosten für die Industrie sinken

Anders als bei Haushalten, Gewerbe und Landwirtschaft ist die künftige Situation für die Kärntner Industrie. Die Energiepreise für die Industrie sind eng an die zuletzt stark gestiegenen Marktpreise gekoppelt, die neuen Netztarife bedeuten nun für die Industrie eine Senkung ihrer Stromkosten. "Damit werden die Betriebe entlastet und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Kärnten gestärkt," sagt Egger. "Wir hoffen, dass die Kärntner Industrie dadurch verstärkt am Wirtschaftsstandort Kärnten investiert, Arbeitsplätze sichert und neue Arbeitsplätze schafft. Denn einen Teil der in Zukunft gekürzten Netztarife muss die Kelag durch interne Einsparungen wettmachen!"

Mit freundlichen Grüßen KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation Josef Stocker

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