FSG-Jugend: Und tschüss, Frau Minister!

Katastrophale Bilanz im Bildungsbereich

Wien (FSG) - "Bundesministerin Gehrers Rücktritt ist längst überfällig", meint René Pfister, FSG Bundesjugendvorsitzender, "die Ergebnisse der PISA Studie werden das ein weiteres Mal bestätigen."++++

"Seit diese Bundesregierung im Amt ist und seit Elisabeth Gehrer für die Bildung zuständig ist, geht es mit der Bildung der jungen Menschen in Österreich dramatisch bergab", sagt Pfister. Die Liste der bildungspolitischen Untaten der ÖVP-FPÖ-Regierung ist lang:
Einführung von Studiengebühren, Klassen, die zum Bersten voll sind, Streichung von Schulstunden, fehlende Maßnahmen, 10.000 LehrerInnen weniger, keine Maßnahmen zur Integration von jugendlichen MigrantInnen. "Dass Gehrer schon vor Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Studie die Scheuklappen aufsetzt, ist nur logisch. Sonst müsste sie ja die eigenen Fehler und Versäumnisse zugeben und konsequenterweise zurücktreten."
Jede Maßnahme, die diese Regierung in der Bildungspolitik getroffen habe, sagt Pfister, habe nachhaltige, negative Auswirkungen auf das Leben vieler junger Menschen. "Da geht es um mehr als ein paar Plätze weiter hinten in einer internationalen Statistik. Da geht es um echte Menschen, denen Gehrer und Co. Chancen auf eine sichere Zukunft durch gute Ausbildung verwehren."

Pfister: "Wie in vielen anderen Bereichen - etwa Gesundheitspolitik, Frauenpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Familienpolitik, Pensionssicherung - zieht sich die ÖVP-FPÖ Regierung auch in der Bildung aus ihrer Verantwortung für die Menschen zurück. Sie beschwört zwar immer, wie wichtig gut ausgebildete Menschen für den Wirtschaftsstandort sind - woher die kommen sollen, ist ihr aber offenbar völlig egal. Leseschwache Jugendliche und Alibi-Programme wie Gehrers Lesefit werden Österreich als Standort wohl kaum attraktiver machen."

Die FSG Jugend verlangt eine Bildungspolitik, die allen offen steht, die die Schwächeren fördert, die niemanden aus finanziellen Gründen ausschließt und die den jungen Menschen vor allem sichere Zukunftsaussichten durch gute Ausbildung an Schulen, in Betrieben und an den Universitäten bietet. "Das alles tut die Regierung mit ihrer Politik nicht. Mit der katastrophalen Bilanz im Bildungsbereich kann man Ministerin Gehrer eigentlich nur eine Empfehlung geben", meint Pfister. "In der Sprache der Jugendlichen formuliert lautet die: Und tschüss, Frau Minister!"

PISA steht für "Programme for International Student Assessment". Es ist der größte internationale SchülerInnen-Leistungstest. Dabei werden Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der SchülerInnen in rund 30 Industriestaaten sowie in zehn Nicht-OECD-Ländern am Ende der Schulpflicht untersucht. Veranstalterin der Studie ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Abgetestet werden die Kompetenzen der Jugendlichen in den Gebieten Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösen.

FSG, 1. Dezember
2004
Nr. 116

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FSG-Bundesjugendsekretär
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