Welt-Aids-Tag: Rosenkranz warnt vor Verharmlosung von Drogen

Drogeninjektionen an zweiter Stelle der Ursachen für Aids -Grenzmengenverordnung funktioniert nicht

Wien, 2004-12-01 (fpd) - Die freiheitliche Gesundheitssprecherin Barbara Rosenkranz nahm den heutigen Welt-Aids-Tag zum Anlaß, um vor der Verharmlosung von Drogen zu warnen, da Drogeninjektionen an zweiter Stelle der Ursachen für die Verbreitung von Aids stehen. ****

Rosenkranz forderte ein radikales Umdenken. "Es gibt keine harmlosen Drogen", stellte sie unmißverständlich klar. Für jeden, der an der Nadel hänge, sei Cannabis die Einstiegsdroge gewesen. Eine Verniedlichung von Cannabis sei daher unverantwortlich und nicht zu tolerieren. Der Weg vom Joint zur Heroinspritze sei oft kürzer, als so mancher die Öffentlichkeit glauben machen wolle. Gerade im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung und speziell hinsichtlich der Krankheit Aids müsse daher auf die Bekämpfung auch sogenannter "weicher" Drogen vermehrt Augenmerk gelegt werden.

Die freiheitliche Gesundheitssprecherin verlangte in diesem Zusammenhang, die Grenzmengenverordnung grundsätzlich zu überdenken oder ganz abzuschaffen. Die ursprüngliche Idee der Grenzmengenverordnung, nämlich die Unterscheidung zwischen Dealern und Suchtkranken, funktioniere nicht, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil nahezu jeder Drogenabhängige auch deale, um seine Sucht finanzieren zu können, erklärte Rosenkranz. Außerdem habe auch nahezu kein Dealer mehr als die "erlaubte" Menge an Drogen bei sich. Professionelle Dealer würden damit die ursprünglichen Intentionen unterlaufen und die Grenzmengenverordnung quasi in eine staatliche Lizenz zum Dealen umfunktionieren. (Schluß)

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