Vladyka: Kinderbetreuung muss ausgebaut werden

OECD-Studie belegt SPÖ-Forderungen

St. Pölten (SPI) - "Dass uns mittels PISA-Studie ein schlechtes Zeugnis ausgestellt wurde, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Österreich hat aber laut einer OECD-Studie auch massiven Aufholbedarf in Sachen Kinderbetreuung", erläutert die Familiensprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka. Derzeit werden lediglich 8 Prozent der unter Dreijährigen außer Haus betreut. Laut Einschätzung der Experten wären aber 3-mal so viele Betreuungsplätze notwendig. Auch bei der Betreuung von Kindern über 6 Jahren ortet die OECD massiven Nachholbedarf. "Das Vorhandensein von entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen ist die Grundlage dafür, dass junge Familien sich wirklich bewusst für ein Kind entscheiden können. Nur wenn ausreichend Plätze vorhanden sind, kann es auch eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Familie und Beruf geben", so Vladyka weiter.****

Neben der der zu geringen Zahl an Betreuungsplätzen ortet die OECD auch Mängel in der Ausbildung. Insgesamt muss laut OECD die Qualität steigen, nicht nur die Ausbildung der Betreuer lässt zu wünschen übrig, es gebe auch keinen einheitlichen Bildungsplan für Kinder unter 6 Jahren, wie es in anderen Ländern selbstverständlich sei. Laut Studien besteht aber zwischen einem ausreichenden Betreuungsangebot und der Bereitschaft mehrere Kinder zu haben ein unmittelbarer Zusammenhang. Das Kinderbetreuungsgeld hat laut OECD-Bericht keinerlei Einfluss darauf. "In Anbetracht dieser massiven Kritik der OECD sollte sich die Bundesregierung wirklich Gedanken machen, wie diesen Missständen entgegengewirkt werden kann. Die Kritik der OECD am österreichischen System sollte zu einem nachhaltigen Umdenken führen. Es geht schließlich hier um die Zukunft unserer Kinder und um die Zukunft unserer Familien! Die Politik hat hier Verantwortung zu tragen - wirkliche Taten müssen endlich den schönen Worten folgen", so LAbg. Vladyka abschließend.
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