"Neues Volksblatt" Kommentar: "Vorsorge" (Von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 1. Dezember 2004

Linz (OTS) - =

Die Gesundheit ist ein hohes Gut, dessen Wert
vielfach erst geschätzt wird, wenn man erkrankt. Obwohl die Medizin in Österreich viel an teurer "Reparaturarbeit" vermag, kann im Ernstfall, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist, alles Geld der Welt nichts mehr nützen. Dann darüber zu sinnieren, wäre ich doch rechtzeitig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen, ist zu spät. Obwohl sich die Zahl jener, die zur Vorsorge gehen, seit 1990 verdoppelt hat, ist sie im Vergleich zur Bevölkerungszahl noch immer sehr niedrig. Mit schriftlicher Einladung, vom kostenlosen Angebot, das in Zukunft stärker auf Alter und Geschlecht abgestimmt wird, Gebrauch zu machen, will man die Beteiligung heben. Anreize finanzieller Natur - etwa in Form eines Bonus-Malus-Systems - werden gelegentlich ventiliert, haben aber nicht Eingang in die Reform gefunden. Dabei sind die Österreicher - wie das Beispiel des geänderten Selbstbehalts bei Brillen zeigt - nur durch das liebe Geld zu raschen Handlungen zu bewegen. Auch das finanzielle Zuckerl des Mutter-Kind-Passes ist ein Beispiel, wie Menschen plötzlich das Gesundheitsbewusstsein entdecken.

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