AKNÖ-Staudinger: Postämter-Schließung bedeutet endgültige Zerschlagung der Nahversorgung im ländlichen Raum

Konzept für mobile Dienste gefordert Wien (OTS) - Gegen die Schließung von 92 Postämtern in Niederösterreich spricht sich auch der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger, aus. Diese zweite Schließungswelle bedeute für die ländlichen Regionen in Niederösterreich die entgültige Zerschlagung der Nahversorgung. Staudinger erinnert daran, dass mit dem Verkauf der Postbuslinien auch der öffentliche Verkehr in den ländlichen Regionen kaum mehr aufrecht zu erhalten ist. Der Präsident der AKNÖ zieht das Konzept der Postpartner in Zweifel:"Es gibt in vielen Gemeinden kaum mehr Greißler oder Geschäfte. Es stellt sich daher schon die Frage, wo die Post ihre Partner hernehmen will, die ihre Dienste übernehmen sollen. Schon bei der letzten Schließungswelle kam ein Postpartner auf sechs geschlossene Postämter."****

Der AKNÖ-Chef fordert die Politik auf, entsprechende Konzepte anzubieten: "Mobile Dienste wären für die Gemeinden eine Option. Am Beispiel Schweiz oder Holland ist zu sehen, dass es funktionieren kann." Allerdings dürfe man die Verantwortung nicht dem freien Markt überlassen. "Es muss durch entsprechende Rahmenbedingungen dafür Sorge getragen werden, dass vor allem die älteren Menschen in den ländlichen Gemeinden nicht noch mehr unter der Ausdünnung der Nahversorgung zu leiden haben," betont Staudinger abschließend.

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