Grillitsch: Ohne Bürgerservice und Versorgungskonzept keine Postamtschließungen

Ländlicher Raum darf nicht für Versäumnisse aus sozialistischer Ära büßen

Wien (AIZ) - "Die Bewohner des ländlichen Raumes dürfen nicht die Opfer einer jahrzehntelangen sozialistischen Wirtschaftspolitik werden, die verhindert hat, dass die Post sich neue Geschäftsfelder eröffnen konnte und eine umfassende Bürgerservicestelle geworden ist. Diese Politik, die zur Folge hat, dass ein Postamt nach dem anderen auf Grund mangelnden Umsatzes geschlossen werden musste, muss endlich ein Ende haben", forderte heute Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch in einer ersten Reaktion auf die von der Post angekündigte Schließung von 357 Postämtern. Der Bauernbund verlangt einen Stopp der Schließungen, solange nicht ein nachhaltiges Versorgungskonzept auf dem Tisch liegt.

"Die Bürger haben ein Recht darauf, dass ein gutes und modernes Postangebot auch in Zukunft sichergestellt wird. Die jetzige so genannte Strukturreform darf sich daher nicht auf das Schließen von unrentablen Ämtern beschränken. Sie muss auch ein flächendeckendes Servicestellen-Konzept beinhalten, sodass die Versorgung der Bevölkerung dauerhaft gesichert ist", so Grillitsch. "Wer glaubt, dass er in Zeiten eines liberalisierten Postmarktes mit einer Rücknahme der Servicequalität bestehen kann, täuscht sich ganz gewaltig", unterstrich der Bauernbund-Präsident.

Die von der Post nun in Form einer Salamitaktik vorgenommenen Schließungen werden vom Bauernbund massiv bekämpft. "Bereits 2002 wurden 700 Postämter geschlossen und schon damals hat es geheißen, dass keine weiteren Schließungen notwendig sein werden. Jetzt spielen wir das gleiche Spielchen mit 357 Filialen wieder und auch diesmal heißt es: Keine Angst, das war's jetzt. Das lässt für die nächsten Jahre Schlimmes befürchten", betont der Bauernbund-Präsident. Mit dieser Verunsicherung der Bevölkerung und der Post-Mitarbeiter müsse nun endlich Schluss sein, "sonst werden wir die entsprechenden gesetzlichen Maßnahmen ergreifen", kündigte Grillitsch an. (Schluss)

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