SPÖ-Reindl: Schwerer Schlag der OMV gegen den Sport!

Ölkonzern zieht sich abrupt von Betriebssportanlage in der Donaustadt zurück - Einseitige Pachtauflösung ohne rechtliche Grundlage - Heftige Proteste Hunderter Nutzer der Anlage

Wien (SPW-K) - Als einen "schweren Anschlag gegen den Sport in
Wien insgesamt, speziell aber im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt", bezeichnete Dienstag der Donaustädter Gemeinderat und Sportsprecher der Wiener SPÖ, Mag. Thomas Reindl, die vom Mineralölkonzern OMV AG getroffene Entscheidung, mit 1. Jänner des kommenden Jahres den Sportbetrieb auf der von ihr gepachteten Anlage in der Donaustadt komplett einzustellen. "Betroffen von der unverständlichen Vorgangsweise sind die Nutzer der Anlage, so u.a. der Fußballverein OMV-Stadlau, der sich besonders und erfolgreich um die Nachwuchsarbeit angenommen hat, aber auch die renommierte Tennis-und Tischtennissektion. Hunderte begeisterte Sportlerinnen stehen praktisch über Nacht auf der Straße", übte Reindl am Dienstag in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien heftige Kritik an der Vorgangsweise der OMV.

Für ihn, so Reindl, sei es jedenfalls ein beschämendes Zeugnis, wenn ein weltweit, mit außerordentlich hohen Gewinn operierender Konzern sich plötzlich aus völlig undurchsichtigen Gründen seinem gesellschaftlich-kommunikativen, sportlichen und damit sozialen Engagement entledigen wolle. Noch dazu auf gesetzlich mehr als fragwürdige Weise. Reindl: "Die OMV AG hat ihren 1999 unterzeichneten und bis 2021 unkündbar geltenden Pachtvertrag mit der Stadt Wien für die Anlage mit der Berufung auf einen längst nicht mehr gültigen Vertrag aus dem Jahr 1963 gelöst. Das ist schlicht und einfach skandalös", betonte der über diese Vorgangsweise sichtlich verärgerte Mandatar.

Dazu komme noch, dass hinter dem Rücken der Stadt und dem Fußballverein versucht worden sei, mit einem Dritten einen Unterpachtvertrag abzuschließen; ein Schritt, der einseitig infolge der Bestimmungen des Vertrages mit der Stadt Wien rechtlich gar nicht möglich wäre. Reindl: "Tausende Donaustädterinnen und Donaustädter, vor allem die Jugend, sind von der Vorgangsweise des in der Werbung sich so jovial, aufgeschlossen, fortschrittlich und modern präsentierenden Konzerns, einerseits gegen bestehende Verträge ganz einfach zu verstoßen als auch von dem Vorhaben, den Sportbetrieb komplett einzustellen, jedenfalls schwer enttäuscht und verärgert".

Abschließend kündigte Reindl an, dass über seine Initiative hin die Stadt mit der OMV AG eingehende Gespräche führen werde, um eine für die SportlerInnen zufriedenstellende Lösung zu erzielen. "Ich appelliere jedenfalls an die verantwortlichen Manager in der OMV, sich ihren Schritt nochmals zu überlegen", schloss Reindl. (Schluss)

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