Caritas-Präsident Küberl zu Weltaidstag: "Dürfen nicht wegschauen"

Armutsbekämpfung und Gleichstellung der Frau als Mittel gegen weitere Verbreitung der Seuche

Wien (OTS) - "Aids geht uns alle an. Wir dürfen angesichts dieser weltweit größten, schleichenden Katastrophe nicht wegschauen", appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl im Vorfeld des morgigen Welt-Aidstages (1. Dezember) an die heimische Bevölkerung. Denn: "HIV als Krankheitserreger zu bezeichnen wäre zu kurz gegriffen. Aids ist ein Virus der Armut und der sozialen Ungleichheit. Aids ist ein Virus der unterdrückten Stellung der Frau. Und Aids ist ein Virus der Stigmatisierung und des Schweigens. Die Kernelemente einer Strategie der Aidsbekämpfung müssen sich auf eine Bekämpfung der Armut, der sozialen Ungleichheit und einer Gleichstellung der Frau konzentrieren."

Rund 15 Millionen Kinder hat die Seuche weltweit zu Waisen gemacht, 12 Millionen davon leben in Afrika. In vielen Familien ist der "Haushaltsvorstand" dort gerade einmal elf Jahre alt. Um diese "Kinderfamilien" zu unterstützen widmete ihnen die Caritas die heurige Augustsammlung unter dem Motto "Aids macht Waise".

Von der Caritas Österreich werden in neun Ländern insgesamt 15 Projekte mit Aids-Schwerpunkt umgesetzt. Mehr als die Hälfte davon befinden sich in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Ruanda bildet dabei einen strategischen Schwerpunkt. Neben der medizinischen Betreuung der Aids-Kranken stehen dabei Schulungen zur Prävention und im Umgang mit der Seuche, finanzielle Hilfe, spezielle Förderung von Frauenprojekten, Betreuung und Versorgung von HIV-positiven Kindern und Aids-Waisen im Mittelpunkt. 25% aller weltweit von Aids betroffenen Menschen werden von der katholischen Kirche und ihren Hilfsorganisationen mit der Caritas als eine der wichtigsten Trägerin betreut.

Am 3. und 4. Dezember veranstaltet die Caritas gemeinsam mit anderen Organisationen in Innsbruck eine internationale Studientagung zum Thema Aids. Infos unter www.positivleben.at

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