Mödlhammer: Gemeindebund wird jede geplante Schließung prüfen

Akten- und Bilanzeinsicht für Bürgermeister gefordert

Wien (OTS) - "Wir werden uns bei jedem einzelnen Postamt, das von der Schließung bedroht ist, sehr genau anschauen, ob die Bestimmungen der Universaldienstordnung eingehalten werden und auch tatsächlich alternative Angebote vorgeschlagen werden", sagte heute, Dienstag, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer nach der Bekanntgabe der betroffenen Gemeinden durch die Post AG. ****

Mödlhammer verlangte weiters Einsicht in die Bilanz und Abrechnung jedes einzelnen Postamts für den jeweils betroffenen Bürgermeister. "Der örtliche Bürgermeister muss darüber informiert werden, ob und in welchem Ausmaß genau das Postamt seiner Gemeinde defizitär ist", so Mödlhammer. Bislang habe die Post AG diese konkreten Zahlen den Bürgermeistern ja nicht zugänglich gemacht. Es sei, so der Gemeindebund-Präsident weiter, durchaus hinterfragenswert, welche Umsätze an den jeweiligen Standorten tatsächlich dem Postamt zugerechnet werden. "Wenn etwa über ein Postamt PSK-Verträge, Handy-oder Festnetzverträge abgeschlossen werden, dann sind das durchaus oft erhebliche Einnahmen und hier wollen wir wissen, ob sie auch wirklich als Einnahmen für das Postamt verbucht werden", so Mödlhammer.

Die Wortwahl der Post-Vorstände in der heutigen Pressekonferenz der Post-AG bezeichnete Mödlhammer als "teilweise sehr befremdlich". "Ich finde es unangemessen, wenn hier dauernd mit den Begriffen "Optimierung" und "näher zum Kunden" argumentiert wird", kritisierte der Gemeindebund-Präsident. "Eine solche Ausdrucksweise wird mit Recht von den direkt betroffenen Gemeinden und Bürgern nicht verstanden, denn für die Menschen ist es natürlich keine Optimierung, wenn sie künftig bis zu 30 Kilometer zum nächsten Postamt fahren müssen."

Der Gemeindebund, so Mödlhammer abschließend, werde weiterhin für den Erhalt sämtlicher Serviceleistungen an den betroffenen Standorten kämpfen. "Und wir werden sehr genau darauf achten, ob die Schließung von Postämtern in diesem Ausmaß gerechtfertigt sein kann, schließlich müsse man auch die jeweilige regionale Struktur berücksichtigen." ***

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