ÖGB-PensionistInnen: Pensionsanpassung viel zu gering

Wien (ÖGB) - "Eine Pensionsanpassung von 1,5 Prozent ist viel zu gering", kritisiert Christine Haager, stellvertretende Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen die heute, Dienstag, im Ministerrat gefallene Entscheidung der Regierung, Pensionen bis zur Medianpension von 686,7 Euro kommendes Jahr um nur 1,5 Prozent zu erhöhen. "Angesichts der ständig steigenden Lebenskosten und einer Inflationsrate von 2,5 Prozent ist diese Pensionsanpassung ein Hohn. Die Anliegen tausender Pensionistinnen und Pensionisten werden von Finanzminister Grasser einfach vom Tisch gefegt", so Haager.++++

Sozialminister Haupt hatte vergangene Woche versprochen, sich im heutigen Ministerrat für eine echte Abgeltung der Teuerung und eine Anhebung des
Ausgleichzulagenrichtsatzes für Alleinstehende über die Armutsgrenze einzusetzen, konnte sich in der Regierung aber nicht durchsetzen. "Ein weiteres Mal ist die FPÖ umgefallen. Grassers Aussage, wonach das Thema für ihn 'erledigt' sei, spricht Bände darüber, welches Durchsetzungsvermögen die FPÖ gegenüber der ÖVP offenbar hat. Die Anliegen der älteren Menschen und der sozial Schwachen stoßen bei dieser Regierung jedenfalls auf taube Ohren", so Haager abschließend.

ÖGB, 30. November
2004
Nr. 794

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