Seeber: Klimawandel-Debatte im Europaparlament

Fruchtbringender Gedankenaustausch mit nationalen Abgeordneten

Brüssel, 30. November 2004 (ÖVP-PK) "Den globalen Klimawandel werden wir nur gemeinsam bekämpfen können. Nationale Alleingänge sind sinnlos. Ein wichtiger Schritt zu einem gemeinsamen Handeln ist dabei das miteinander Reden", begrüßt der Tiroler ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber das Treffen von Abgeordneten aus den Umweltausschüssen aller 25 EU-Mitgliedstaaten im Europäischen Parlament. "Diese direkte Diskussion zwischen nationalen Parlamentariern und Europaabgeordneten war sehr spannend und fruchtbar. Wir konnten über die europäischen Ansätze informieren und unsere nationalen Kollegen haben ihre Anliegen einbringen können", ist Seeber als umweltpolitischer Sprecher der ÖVP-Delegation zufrieden mit dem Treffen. ****

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hatte als Gastredner Klaus Töpfer, den Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, eingeladen. Töpfer forderte in seiner Rede eine Fokussierung auf den Kampf gegen den globalen Klimawandel in den kommenden Jahren. Wichtig dafür sei eine höhere Effizienz und eine breitere Grundlage bei der Energieerzeugung. Vor allem würden jedoch erneuerbare und dezentrale Energieformen eine wichtige Rolle spielen, betonte Töpfer. "Das Kyoto-Ziel mit dem limitierten CO2-Ausstoss muss unbedingt eingehalten werden. Jetzt, wo Russland die Kyoto-Agenda ratifiziert hat, ist eine Wende absehbar. Das Klimaschutzabkommen kann endlich in Kraft treten", stimmt Seeber mit Töpfer überein.

Mit dem Kyoto-Protokoll verpflichten sich die Industrieländer, die Emission von sechs Klimagasen bis 2012 um 5,2 Prozent unter den Stand von 1990 zu bringen. Das Abkommen sieht die Ratifikation von mindestens 55 Industrieländern vor, die zusammen mindestens 55 Prozent des Treibhausgasausstoßes produzieren. Die Billigung Russlands war nötig, weil die USA und Australien das Protokoll abgelehnt hatten.

In der Diskussion forderte Seeber bessere und international vergleichbare Datengrundlagen, um natürliche Treibhauseffekte von 'hausgemachten' unterscheiden zu können. "Die Gemeinsamkeit des Handelns muss unbestritten aber im Vordergrund stehen. Nur so können wir eine der größten Umweltprobleme unserer Zeit meistern", betonte Seeber. Für ihn sei es bedauerlich, dass die USA das Kyotoprotokoll noch immer nicht unterschrieben haben. "Immerhin haben die USA die Notwendigkeit des Handels erkannt und zumindest die UN-Deklaration zum Klimawandel ratifiziert. Aber auch ohne die Einbeziehung der Wirtschaft geht nichts. Nur durch entsprechendes Wirtschaftswachstum ist Umweltschutz möglich und finanzierbar. Ein vernünftiger Dialog zwischen dem Bürger und der Industrie wird langfristig das einzig durchführbare Konzept sein", so Seeber abschließend.

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