Biosphärenpark Wienerwald - Wiener Grüne kritisieren: Außer Lippenbekenntnisse nichts gewesen

Was ist zum Schutz des Wienerwaldes seit dem Jubiläumsjahr 2002 tatsächlich geschehen?

Wien (Grüne) - "Politischen Willen für wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz des Wienerwaldes kann ich beim Wiener Bürgermeister leider nicht erkennen", meint Rüdiger Maresch zur heute präsentierten Bilanz zum Planungsstand des Biosphärenparks Wienerwald. Seitdem der Biosphärenpark vor zwei Jahren politisch beschlossen wurde hätte es viele Möglichkeiten gegeben erste Schutzmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Wie die Vertreter von Netzwerk Wienerwald und WWF heute zeigten, fehlen vor allem auf dem Gebiet der Raum- und Verkehrsplanung klare politische Zielvorstellungen und Maßnahmenpläne.

Die Wiener Grünen haben schon im Frühjahr 2002 detaillierte Schutzmaßnahmen für den Wienerwald in einem 12-Punkteprogramm vorgelegt. Dieses Programm aber auch viele andere Vorschläge der Umwelt- und Naturschutzorganisationen und lokaler Initiativen wurden von der Wiener Stadtregierung bisher nicht aufgegriffen. Der fehlende politische Wille zum Schutz des Wienerwaldes zeigt sich auch am "Alibiprojekt Wienerwaldbus". Öffentlich hat sich die Stadtregierung zwar zu diesem wichtigen Projekt bekannt, aber in Wirklichkeit mit viel zu geringen Ressourcen ausgestattet: Der Bus hat zu lange Tacktzeiten, wird nur wenig genutzt und schafft damit keine Verkehrsentlastung auf der Höhenstraße.

Maresch führt auch noch ein anderes aktuelles Beispiel an. Eine wesentliche Gefahr für den Wienerwald stellen die sommerlichen Ozonbelastungen dar. Aufgrund der hohen Belastungen ist der Landeshauptmann von Wien aufgrund des Ozongesetzes verpflichtet, einen Aktionsplan für Sofortmaßnahmen zu erstellen. Maresch: "Wien drückt sich um diese Aufgabe. Erst letzten Donnerstag hat die SPÖ im Landtag einen diesbezüglichen Antrag der Wiener Grünen mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt - die SPÖ-GemeinderätInnen meinen, Wien kann zur Ozonreduktion nichts beitragen."

"Die bisherigen Schutzmaßnahmen für den Wienerwald fallen leider mager aus. Unsere Befürchtung, dass nach den Lippenbekenntnissen im Wienerwald-Jubiläumsjahr alles beim Alten bleibt, hat sich leider bewahrheitet", so Maresch abschließend.

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