Weninger: Postämter-Liste ist befürchteter schwerer Kahlschlag in den Gemeinden

Offenlegung der wirtschaftlichen Situation jedes Postamts für weitere Entscheidungen erforderlich

St. Pölten, (SPI) - "Die heute präsentierte Schließungsliste von Postämtern in Niederösterreich - 92 Postämter sind in unserem Bundesland betroffen - ist leider der befürchtete schwere Kahlschlag in den Gemeinden Niederösterreichs", so Niederösterreichs SP-Klubchef, LAbg. Hannes Weninger, zur nun vorliegenden Liste. Weninger: "Umso wichtiger ist der Erfolg der SPÖ bei der vergangenen Landtagssitzung, wo sich der Landtag ja einstimmig in einem, von der SPNÖ initiierten Antrag, dafür ausspricht, dass die NÖ Landesregierung im Bund gegen die Schließung weiterer Postämter in Niederösterreich eintritt."****

"Seitens der Post ist nun eine umfassende Information der Gemeinden und der Öffentlichkeit notwendig", fordert Weninger eine transparentere Informationspolitik. "Nur Gemeinden zu nennen, ist keine Entscheidungsgrundlage. Nun muss seitens der Post die wirtschaftliche Situation wie auch die Kostensituation eines jeden Postamts offen gelegt werden. Die Gemeinden und die BürgerInnen werden die Schließung ihres Postamts nicht so ohne weiteres akzeptieren. "Eines ist jedenfalls auch klar, ohne Gespräche vorwegzunehmen: Die Gemeinden dürfen nicht in die Rolle gedrängt werden, nun ihr Postamt erhalten zu müssen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen ist ein Bundesauftrag, kein Auftrag der Gemeinden", so Weninger.

Wenn hier außerdem ständig von einem Ersatz durch Postpartner und ‚mobile Postämter' gesprochen wird, so ist dieser Weg gerade in Niederösterreich bei der vergangenen Schließungswelle nicht erfolgreich gewesen. "Nachdem im Jahr 2002 in unserem Bundesland 230 Postämter geschlossen wurden, so sehen wir heute, dass als Ersatz nur ganze 35 Postpartner entstanden sind. Die Geschäftsleute bekommen von der Post einfach zu wenig für ihre Leistungen, zu teuer war auch die Anschaffung der notwendigen Einrichtungen", sieht Weninger bei ähnlichen Bemühungen unter den gleichen Rahmenbedingungen bei den aktuellen Schließungen wenig Erfolgsaussichten. "Als 100% Eigentümer der Post ist die Bundesregierung nun dringend aufgefordert, dieser Kahlschlagpolitik ein Ende zu bereiten. Die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen ist einer der wichtigsten öffentlichen Versorgungsaufträge, der weiter wahrgenommen werden muss", so SP-Klubobmann Weninger abschließend.
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