Torta: Strutz soll vor der eigenen Türe kehren

Dreister Postenschacher und politische Vetternwirtschaft von der Kärntner FPÖ zur Königsdisziplin erhoben

Klagenfurt (OTS) - - Bei der Forderung von FPÖ-Obmann Martin
Strutz nach mehr Objektivität bei den Postenbesetzungen könne es sich nur um einen verfrühten Faschingsscherz handeln, vermutete heute ÖVP-Landesgeschäftsführer Siegfried Torta. Ausgerechnet die Kärntner FPÖ, die den dreisten Postenschacher in ihrer Feudalherrschaft zur Königsdisziplin erhoben habe, wage es, bei diesem Thema auch nur den Mund aufzumachen. Torta: "Nachdem Strutz aber schon 160 Millionen Euro Landesneuverschuldung und die Explosion der Pro-Kopf-Verschuldung als ‚gesunden Weg in Richtung Nulldefizit’ interpretiert hat, wundert mich dieser neuerliche Beweis völliger Realitätsverweigerung nicht mehr."
Zur Erinnerung die Höhepunkte freiheitlicher Personalpolitik in Kürze und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
§ Der unter mysteriösen Umständen aus seinem Amt verschwundene Kurzzeitminister Schmid werde zur Aufbesserung seiner kargen Politpension vom Land Kärnten als Konsulent in Raumordnungsfragen beschäftigt.
§ Der Ehemann einer nicht weiter erwähnenswerten freiheitlichen Tourismus-Staatssekretärin, Karl-Heinz Rossmann, tauche plötzlich und ohne Ausschreibung als Nachfolger des in Ungnade gefallenen Eventmanagers Hanns Anton auf. Seine frühere Tätigkeit als Geschäftsführer einer Firma für Wasserschutz- und Dieselsparsysteme habe ihn offenbar nicht nur für die Aufgaben der Kärnten-Vermarktung prädestiniert, sondern ihm auch eine Anzeige der Linzer Kriminalabteilung wegen des Verdachtes des schweren Betrugs eingebracht.
§ Haiders Pressesprecher Petritz, jahrelang als Angestellter der FPÖ Propagandadirektor der Landesregierung, werde nunmehr als Konsulent vom Land bezahlt und für sein aufopferungsvolles kulturelles Engagement mit einem Sitz im Theaterausschuss gewürdigt. § Sein Nachfolger als Sprachrohr des Landeshauptmannes, Richard Wallgram, sei von Haider per Weisung und ohne Ausschreibung in den Stand des Leiters des Landespressedienstes erhoben worden.
§ Der wirtschaftlich erfolglose Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko habe im Büro von Landesrat Pfeifenberger Zuflucht gefunden, während der
§ Ex-FPÖ-Landtagsabgeordnete Siegfried Jost, einst renommierter Kärntner Journalist, im Bürgerbüro des Landeshauptmannes in der Landesregierung untergekommen, wenn auch dort noch nicht oft gesehen worden sein solle.
§ Besser erwischt habe es der ehemalige ÖVP-Sympathisant und nunmehrige Pfeifenberger-Intimus Hannes Gatterer, der vom Finanzreferenten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion als Flughafen-Geschäftsführer durchgedrückt worden sei. Diesen akuten Anfall von frecher Günstlingswirtschaft habe nicht einmal der unter Protest erfolgte Rückzug von Hypo-Chef Wolfgang Kulterer als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft verhindern können, was diesem auch noch böse Nachreden der Freiheitlichen eingetragen habe.
§ Warm versorgt worden sei auch entgegen heftigen Protesten Haiders Ex-Sekretärin Erika Napetschnig, die nach einem schallenden Umfaller des künftigen Ex-SPÖ-Vorsitzenden Ambrozys die Leiterin der Kulturabteilung geworden sei, was an Lächerlichkeit nur mehr von der Bestellung von Haiders Aktenträger Franz Koloini zum Protokollchef des Landes Kärnten übertroffen werde.
§ Eine ebenfalls bemerkenswerte Karriere habe die Büroleiterin von FPÖ-Landesrat Gerhard Dörfler, Claudia Egger, gemacht, die sich als Juristin ohne jede Erfahrung im Schulbereich plötzlich als amtsführende Landesschulratspräsidentin wiedergefunden habe. Torta: "Haider und die Freiheitlichen haben Kärnten zum Exerzierfeld von Postenschacher und Vetternwirtschaft gemacht. Sie sollten angesichts dieser Fakten erschüttert die Hände vors Gesicht schlagen und schamvoll schweigen. (Schluss)

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