Schierhuber/Schenker: Europaparlament wird zum Waldland

2000 Christbäumchen an Europaparlamentarier und Mitarbeiter

Brüssel, 30. November 2004 (ÖVP-PK) "Wir stellen in diesem Jahr dem Europaparlament nicht nur einen (Christ-)baum auf, sondern bringen gleich einen ganzen künftigen Wald nach Brüssel", freuen sich die Waldviertler ÖVP-Europaabgeordnete Agnes Schierhuber und der Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs (HVLF), Stefan Schenker zu Beginn der Verteilaktion von 2000 kleinen österreichischen Fichten im Europäischen Parlament. "Jeder Abgeordnete bekommt einen solchen kleinen Setzling für sich und einen zweiten für seine Mitarbeiter und sein Büro, gemeinsam mit einer Pflegeanleitung für ein langes Leben des kleinen Christbaums und Informationen über die Waldbewirtschaftung in Österreich", so Schierhuber, die im Rahmen ihrer traditionellen Adventveranstaltung dieses spezielle Event initiiert hat. ****

Die Setzlinge stammen aus der Baumschule der Firma Lieco, getragen durch den HVLF und den Europäischen Waldbesitzerverband (CEPF), wird diese Aktion zusätzlich noch unterstützt durch die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs. "Diese Setzlinge brauchen Pflege und Fürsorge um zu wachsen. Für mich sind sie damit ein perfektes Symbol für langfristige Kreisläufe in der Forstwirtschaft. Die österreichischen und europäischen Forstwirte bewirtschaften ihre Wälder verantwortungsvoll. Dank dieser Pflege leisten unsere Wälder nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen ökologischen und sozialen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und für künftige Generationen", betonte Schierhuber, die auch besonders darauf hinwies, dass der Großteil der österreichischen Wälder seit Generationen als Familienforstwirtschaft betrieben wird.

Auch Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, weist darauf hin, dass heute noch immer mehr als die Hälfte Europas von Wald bedeckt ist. "16 Millionen Familien pflegen etwa 70 Prozent dieses europäischen Waldes. In Österreich sorgen 170.000 private Betriebe für die sorgfältige und nachhaltige Bewirtschaftung dieser Kulturlandschaft. Zudem ist die Forst- und Holzwirtschaft eine tragende Säule unserer Wirtschaft: Die Nutzung des heimischen Holzes sichert für über 290.000 Menschen Arbeitsplatz bzw. Existenzgrundlage. In Europa bietet dieser Wirtschaftszweig 3,7 Millionen Arbeitsplätze", so Schenker.

Der umweltfreundliche Rohstoff Holz wächst nach und speichert das umweltschädliche CO2. "Jedes verwendete Stück Holz trägt somit zur Minderung des Treibhauseffektes bei", betont Schenker. Der Rohstoff biete unzählige Verwendungsmöglichkeiten - sei es für den Hausbau, Brücken, Automobilteile oder Möbel. Die enormen Holzreserven in den europäischen Wäldern sind überall verfügbar und haben somit nur kurze Transportwege. Auch im Bereich der Energiegewinnung gewinnt Biomasse immer mehr an Bedeutung. "Der europaweite Einsatz von Holz zur Energieproduktion kann damit einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz sowie den steigenden Energiebedarf liefern und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen."

Das Beispiel Natura 2000 zeige jedoch, dass die EU Gefahr laufe, den verstärkten Einsatz des umweltverträglichen Rohstoffes zu gefährden anstatt ihn zu fördern: Allein von Österreich wurden bisher 1,2 Millionen Hektar Gebiete gemeldet, etwas mehr als die Hälfte davon sind Wälder. "Die derzeitige EU-Politik behindert die Nutzung von Holz, gerade im Hinblick auf den Klimaschutz geht dies in die falsche Richtung", warnt Schenker. "Wir fordern daher Rücksicht und Zurückhaltung bei Auflagen und Einschränkungen."

Rückfragen & Kontakt:

MEP Agnes SCHIERHUBER, Tel.: 0032-2-284-5741
(aschierhuber@europarl.eu.int)
Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-75 79
00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)
oder
Mag. Kristin Dawes, Hauptverband der Land- und
Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, Tel.: +43-664-510 93 08
(dawes@hvlf.at)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001