NÖAAB Landesobmann NR-Abg. Dr. Michael Spindelegger: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Faktor zur Sicherung unseres Sozialstaates

NÖAAB-Kampagne "Der Spagat": Weitere Maßnahmen für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefordert

St. Pölten (OTS) - "Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für uns als NÖAAB nicht bloß ein Schlagwort. Wir sehen dieses Thema als eines der zentralen für die Sicherung unseres Sozialstaates auch für die Zukunft", sagte heute, der Landesobmann des NÖAAB Michael Spindelegger. Die Reformagenda, vor der wir heute stünden, habe vor allem eine Ursache: Die demographische Entwicklung. "Dieser Ursache müssen wir uns stellen. Und das bedeutet, vor allem jungen Frauen, die heute noch immer zum größten Anteil die Betreuungsarbeit wahrnehmen, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ein Leben mit Familie und Beruf gemeistert werden kann", so Spindelegger. Aus diesem Grund führt der ÖAAB seit Anfang Dezember unter dem Titel "Der Spagat" eine bundesweite Kampagne durch, die Bewusstsein für die Wichtigkeit dieses Themas schaffen soll. ****

Einige Maßnahmen wurden von den Regierungen Schüssel I und II in den vergangenen Jahren bereits gesetzt. "Ich erinnere etwa an die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für alle, die familienpolitischen Maßnahmen bei Steuerreform und Harmonisierung oder die Ausweitung der Nachmittagsangebote an Österreichs Schulen", sagte Spindelegger. Dem ÖAAB sei im Frühjahr mit der Durchsetzung eines Rechts auf Elternteilzeit ein ganz besonders großer Erfolg gelungen: "Seit 1. Juli 2004 haben Eltern das Recht auf Teilzeitbeschäftigung bis zum Schuleintritt des Kindes - mit gleichzeitigem Rückkehrrecht zur Vollbeschäftigung", führte Landesobmann Spindelegger aus.

Dass dieses Recht bis jetzt nur in Betrieben ab 20 Mitarbeitern gelte und für andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bloß Betriebsvereinbarungen bis zum vierten Lebensjahr des Kindes möglich seien, sei "ein Wehrmutstropfen, der zeigt, dass noch viel zu tun ist", so Spindelegger.

Niederösterreich ist das Familienland Nr. 1. Das beginnt beim Gratiskindergarten am Vormittag und endet bei den Tagesmüttern oder der Nachmittagsbetreuung an Volksschulen. Denn, um eine optimale Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf zu gewährleisten und den Familien wieder Mut zu machen, dass sie "Ja zu Kindern" sagen, bedarf es eines optimalen Netzes an Kinderbetreuungseinrichtungen. Und hier haben wir eine Vorreiterrolle übernommen.

Für die Familien kann aber nicht genug getan werden.

Daher richtet der NÖAAB an den Bund folgende Forderungen:

  • Weiterentwicklung der derzeit bestehenden Zuverdienstgrenze von 14.600 Euro pro Jahr beim Kinderbetreuungsgeld.
  • Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten für die Eltern.
  • Steuerliche Anreize zur Schaffung von Kinderbetreuung - auch für kleine Unternehmen.
  • Die Förderung von Kinderbetreuungsinitiativen, die sich an berufs-und standortspezifischen Notwendigkeiten orientieren.

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NÖAAB-LGF Walter Mayr
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