Pünktlich trotz Orkan: Frischmuth-Verfilmung "Die Schrift des Freundes" abgedreht

Fabian Eders Regiedebüt 2005 im ORF zu sehen

Wien (OTS) - Trotz heftiger November-Stürme, die mit bis zu 130 km/h auch den Drehplan der Filmproduktion gehörig durcheinander wirbelten und so manche Aufnahmen beeinträchtigten, fiel am vergangenen Wochenende, am Samstag, dem 27. November 2004, nach 25 Drehtagen planmäßig die letzte Filmklappe für die ORF-Literaturverfilmung "Die Schrift des Freundes". Eine gute Woche lang stürmte es der Crew der Wiener Teamfilm um die Ohren, so dass die Aufnahme einer besonders heiklen Szene - ein Stunt-Sprung aus dem 6. Stock - kurzfristig gefährdet war. So drohten vier so genannte Gelenksteiger, auf denen Scheinwerfer in der Höhe montiert sind und bewegt werden können, samt Beleuchter umzukippen. Doch auch dieses Problem meisterte die Produktion, bei der der brillante "Polt"-Kameramann Fabian Eder erstmals seine Visitenkarte als Regisseur abgab, mit Bravour. Das Ergebnis ist im ORF im Jahr 2005 zu sehen.

"Die Schrift des Freundes" erzählt eine tragische Liebesgeschichte zwischen zwei Welten: Eine junge Österreicherin verliebt sich in einen Türken, doch die Liebe der beiden scheitert an der Realität. Volkstheatermimin Jaschka Lämmert und der türkischstämmige Schauspieler Ercan Oeksuez verkörpern das ungleiche Liebespaar, in weiteren Hauptrollen standen Heio von Stetten, Karl Markovics, Proschat Madani u. v. a. vor der Kamera, die Fabian Eder auch diesmal persönlich führte.

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Jaschka Lämmert gibt die Computerspezialistin Anna Margotti, die im Auftrag des Innenministeriums an einer Software zur Erfassung potenziell gefährlicher Randgruppen arbeitet und sich in den alevitischen Türken und Kalligrafen Hikmet Ayverdi - dargestellt von Ercan Oeksuez - verliebt. Durch ihn kommt sie in Berührung mit den Traditionen und Riten der Aleviten, einer - zum Teil noch vorislamischen Werten verpflichteten - Gegenbewegung zu Nationalismus und Islamismus. Doch plötzlich verschwindet Hikmet eines Tages spurlos. Irritiert forscht Anna nach, hat Fragen über Fragen. Hat vielleicht ihr Freund Max (Heio von Stetten), ein hoher Beamter des Innenministeriums, seine Hand im Spiel? Anna findet heraus, dass Hikmet politisch verfolgte Landsleute bei ihrer illegalen Einwanderung nach Österreich unterstützt und deshalb untergetaucht ist. Das nächste Aufeinandertreffen von Anna und Hikmet dauert nur eine berauschende Liebesnacht lang und endet nach einer Razzia der Fremdenpolizei für den jungen Aleviten tragisch.

"Die Schrift des Freundes" ist eine Koproduktion von ORF und ARTE und wurde von der Wiener Teamfilm hergestellt. Das Drehbuch zum Film verfassten Heide Pils und Fabian Eder.

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