Knafl: Pensionsanpassung 2005 ist für Seniorenbund nicht ausreichend!

Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes für Alleinstehende notwendig - Anpassung mit 1,53 % gefordert

Wien (OTS) - "Die heute im Ministerrat zu beschließende Pensionsanpassung 2005 ist für den Österreichischen Seniorenbund nicht ausreichend", so Bundesobmann Stefan Knafl. Alleinstehende Pensionisten, die Anspruch auf Ausgleichszulage haben, werden 2005 weiterhin klar unter der Armutsgefährdungsschwelle liegen. Auch eine Abrundung der Inflationsrate von 1,53 % auf 1,50 % wird abgelehnt.

Die Forderung des Österreichischen Seniorenbundes, den Richtsatz für alleinstehende Ausgleichszulagenbezieher auf rund 670 Euro anzuheben, wurde von der Bundesregierung abgelehnt. Dies, obwohl der Ministerrat im Jahre 1999 im "Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" die Armutsgefährdungsschwelle mit rund 670 Euro festgestellt hat und der nachfolgende "Nationale Aktionsplan zur sozialen Eingliederung 2003-2005" die Armutsgrenze bereits mit 692 Euro festlegt.

Auf Grund der in letzter Zeit stark gestiegenen Preise für Brennstoffe, Grundnahrungsmittel, Medikamente und vielen weiteren Gütern des täglichen Lebens ist die vorgesehene Anpassung ohne Erhöhung des Richtsatzes für Alleinstehende nicht ausreichend und bedingt, dass viele alleinstehende Pensionisten weiterhin unter der Armutsgrenze leben müssen.

Knafl: "Ich bin enttäuscht, dass die im "Bündnis für Österreichs Senioren" im Jahre 2002 abgegebene Zusage, wonach die Richtsätze der Ausgleichszulagenempfänger auf die jeweilige Armutsgefährdungsschwelle angehoben werden sollen, auf Grund finanzieller Engpässe beim Bundesbudget, nicht eingehalten wird. Der Österreichische Seniorenbund ist daher derzeit nicht in der Lage, der Pensionsanpassung 2005 zuzustimmen".

Knafl signalisiert aber Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft.

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Österreichischer Seniorenbund
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