Landlerhilfe - Weihnachtspaket-Aktion: Enorme Beteiligung - Siebenbürgen statt Ukraine

Linz (OTS) - Auf Grund der aktuellen politischen Lage in der
Ukraine und des skandalösen Verhaltens regionaler Apparatschiks in Transkarpatien musste kurzfristig die Aktion "Christkindl in der Schuhschachtel" der OÖ. Landlerhilfe nach Siebenbürgen umgeleitet werden.

Bereits letztes Jahr haben über 16.000 oberösterreichische Kinder mit ihren Familien über 150 Schulen im ganzen Bundesland je ein Weihnachtspaket zur Verfügung gestellt um damit einem Kind in einem Nachbarland, wo viele Kinder auf Grund der Armut ihrer Eltern nichts unter den Weihnachtsbaum gelegt bekommen, auch eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft unserer Kinder, meint dazu der Initiator der Aktion, LAbg. Mag. Otto Gumpinger, der heuer schon mit 20.000 Paketen rechnet. 95 ehrenamtliche Helfer stehen bereits mit mehr als 45 Transportfahrzeugen bereit die Pakete am 7. Dezember zu den Kindern zu bringen. Es ist dies sicher österreichweit, wenn nicht sogar europaweit die größte derartige humanitäre Aktion, so die Landlerhilfe

Trotz monatelanger Verhandlungen war eine zuständige humanitäre Kommission in Ushgorod in Transkarpatien nicht bereit heuer die nötige Erlaubnis für die Einfuhr der Pakete in die Ukraine zu erteilen. Gumpinger, der selbst noch am Montag nach der ukranischen Präsidentenstichwahl in Ushgorod gemeinsam mit den Vertretern der Altoberösterreicher aus dem Theresiental in den ukrainischen Waldkarpaten und den dort tätigen zwei östereichischen Auslandszivildienern versucht hat im Interesse der betroffenen Kinder eine Lösung zu erreichen, musste die Ignoranz der zuständigen Apparatschiks zur Kenntnis nehmen. Eine große Hoffnung ist die jetzt in der ganzen Westukraine und auch in der Hauptstadt Kiew vor allem von jungen Leuten getragene Demokratiebewegung. Bereits am Wahlsonntag waren allein in Lemberg zehntausende Menschen auf den Straßen, die dem Kandidaten der Opposition Juschtschenko bis heute zujubeln und den Wahlfälschern mutig entgegentreten. Das ist die Geburtstunde einer neue Ukraine, so Gumpinger, der Anfang dieser Woche selbst noch in Lemberg war und seit dem in ständigem Kontakt mit der Demokratiebewegung steht.
Sobald es die Verhältnisse zulassen, wird die Landlerhilfe wieder Hilfsaktionen für die Kinder im Theresiental organisieren.

Die große Weihnachtspaketeaktion selbst muss deshalb heuer in die Maramuresch nach Nordrumänien und in die Region rund um Hermannstadt in Siebenbürgen umgeleitet werden. Gerade in der Maramuresch, nur einige dutzend Kilometer vom Theresiental entfernt an der Theiß, die Rumänien von der Ukraine trennt, leben in den Waldkarpaten tausende Kinder in sehr armen Verhältnissen. Ähnliches gilt auch für viele Dörfer in Siebenbürgen. Es ist jedenfalls sichergestellt, dass die Pakete von den ehrenamtlichen Helfern der Landlerhilfe direkt an die Kinder übergeben werden, so Gumpinger abschließend.

Die Landlerhilfe ersucht noch um Spenden für die Transportkosten:
BLZ 34.000 (Raiffeisen-Landesbank), Kto.Nr. 825.000.

Rückfragen & Kontakt:

Herr Mag.Otto Gumpinger
Tel.: 0664/2252775

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