Winkler: Die Post bringt nicht mehr allen was

Versorgung in ländlichen Gemeinden muss gesichert werden

Klagenfurt (OTS) - - Die bevorstehende Schließung zahlreicher Postämter gehe zu Lasten der ländlichen Gemeinden, erklärte heute ÖVP- Nationalratsabgeordneter Ing. Josef Winkler. Er fordert von der Österreichischen Post AG die Offenlegung der Schließungspläne auch für Kärnten und eine Nachfolgeregelung, die das Postservice für die Bevölkerung des ländlichen Raumes weiter sicherstellt.
"Die geplante Schließung von bis zu 380 Postämtern ist für die ländlichen Gemeinden nicht mehr zumutbar!", kritisierte Winkler. Das Postamt sei für den ländlichen Raum eine unverzichtbare Infrastruktureinrichtung. Eine Schließung bedeute für die Menschen dort eine massive Verschlechterung der Lebensqualität. "Die Gewinnmaximierung der Post darf daher nicht auf Kosten des ländlichen Raumes gehen", betonte Winkler.
Bis zum Jahr 2007 will die Österreichische Post AG rund 23 Millionen Euro einsparen. Denn laut Post-Generaldirektor Anton Wais sind fast zwei Drittel der insgesamt 1640 Postämter in Österreich defizitär. Für 300 Gemeinden steht bereits jetzt fest: Ihr Postamt soll im nächsten Jahr geschlossen werden. Weitere 50 bis 80 Postämter sollen noch dazukommen. Während in den anderen Bundesländern weitgehend Klarheit herrscht, weiß man für Kärnten noch nicht wie viele und welche Postämter geschlossen werden sollen. Gesprochen wurde zuletzt von 30 bis 40 Postämtern. "Diese Geheimniskrämerei verunsichert die Menschen in den ländlichen Gemeinden", macht Winkler auf ein gravierendes Problem aufmerksam. "Ich verlange daher von der Österreichischen Post AG die Offenlegung der Schließungspläne auch für Kärnten."
Außerdem verlangt Winkler einen Reorganisationsplan, der die Servicequalität für die Bürger weiter gewährleistet. "Diese Nachfolgeregelung ist Aufgabe der Österreichischen Post AG. Sie muss ihre Verantwortung wahrnehmen, die Versorgung der Menschen auch im ländlichen Raum zu gewährleisten", sagt Winkler. Auf keinen Fall dürften hier wieder die Gemeinden zur Kassa gebeten werden. "Die Menschen des ländlichen Raumes haben ein Recht auf Postdienstleistungen", betont Winkler. "Ich werde mich jedenfalls mit all den mir zur Verfügung stehenden Mitteln für eine faire Lösung einsetzen."

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