Beschneiung: Ausnahmen provozieren "Salamitaktik"

LR Egger: Verbindliche Kriterien schaffen Rechtssicherheit

Bregenz (VLK) - In der Diskussion um den Betrieb von Beschneiungsanlagen fordert Wasserwirtschaftsreferent
Landesrat Dieter Egger eine pragmatische Vorgangsweise:
"Verbindliche Beschneiungskriterien sind zu definieren.
Sind diese erfüllt, soll unabhängig von Terminen beschneit
werden dürfen." Starre Termine und Ausnahmeregelungen hält
er sachlich für wenig zielführend. ****

Für Egger ist kein sachlicher Nutzen eines starren
Termins für den Beschneiungsbeginn erkennbar. Mit Ausnahmeregelungen würde lediglich eine "Salamitaktik" der Anlagenbetreiber provoziert. Zudem werde den
Genehmigungsbehörden der Schwarze Peter zugeschoben. Denn
die Ansichten darüber, was unter einem "begründeten Fall"
für eine Ausnahmegenehmigung zu verstehen ist, werden
massiv auseinander gehen. "Viel ehrlicher ist es deshalb,
klare fachliche Kriterien zu definieren und einen früheren Beschneiungstermin von deren Erfüllung abhängig zu machen",
so Egger.

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht ist eine
terminunabhängige Beschneiung kein grundsätzliches Problem.
Sind gewisse Voraussetzungen – z.B. ausreichendes
Wasserdargebot, keine gewässerökologischen Bedenken oder
Bedenken hinsichtlich des Gebietswasserhaushaltes etc –
gegeben, könnte beschneit werden.

Nicht nachvollziehbar ist für Egger, weshalb zum
Beispiel das Training der deutschen Nationalmannschaft
einen früheren Beschneiungsbeginn rechtfertigen solle. Hier
dränge sich zwangsläufig die Frage auf, wie es sich dann
mit Trainingswünschen der Vorarlberger Schikader verhalte.
Eine sportliche und touristische Zweiklassengesellschaft
könne nicht das Ziel der zu überarbeitenden
Beschneiungsrichtlinie sein.

Eindeutige Regelungen und verbindliche Kriterien
schaffen Rechtssicherheit, so der Wasserwirtschaftsreferent abschließend. Für die heimische Lift- und
Seilbahnwirtschaft und letztlich den Tourismus sei dies
unbedingt erforderlich.
(ke/gw,nvl)

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