Neues Volksblatt" Kommentar: "Iseen" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom 29. November 2004

Linz (OTS) - Wenn die SPÖ heute Alfred Gusenbauer als Parteivorsitzenden bestätigt, dann ist das zum einen die Absegnung des Kurses der letzten Jahre und zum andern naturgemäß der Auftrag, diesen Kurs fortzusetzen. Wobei Kurs in diesem Zusammenhang eine Übertreibung ist, denn wer Kurs hält, weiß wohin er will. Kurs bei der SPÖ heißt aber: auf zu neuen Ufern, wo immer die auch sein mögen. Man muss gar nicht zum wiederholten Mal die Türkeifrage oder das Verhalten beim Finanzausgleich bemühen, um das Hin und Her der SPÖ zu dokumentieren. Wer etwas weiter zurückblickt, findet etwa eine SPÖ, die gegen das Integrationspaket mit verpflichtenden Deutschkursen war. Heute will Gusenbauer Migrantenkinder verpflichtend in den Kindergarten schicken, damit sie zu Schuleintritt Deutsch können. Wenn daher die Salzburger SPÖ-Chefin Gabi Burgstaller beklagt, dass die SPÖ mit ihren guten Ideen medial nicht durchkommt, dürfte es wohl auch an den Ideen liegen. Die Grünen mit ihren Neutralitätsüberlegungen oder der angedachten Liberalisierung des Nahverkehrs haben jüngst vorgezeigt, wie man sich in die Diskussion einbringt.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001