- 26.11.2004, 12:13:10
- /
- OTS0152 OTW0152
SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Alle Post-Wirtschaftsdaten beim Gipfelgespräch offenlegen
Es besteht Erklärungsbedarf, warum trotz hoher Gewinne Postämter geschlossen werden
Linz (OTS) - Von Post-Vorstandsdirektor Dr. Herbert Götz fordert
SP-Klubchef Dr. Karl Frais beim Post-Gipfelgespräch am 01. Dezember
2004 im Oö. Landtag die Offenlegung der Wirtschaftsdaten aller
oberösterreichischer Postämter, sowie die aktuellen Wirtschaftsdaten
des Gesamtunternehmens. "Die flächendeckende Versorgung mit
Post-Dienstleistungen ist ein wesentliches Element der
Daseinsvorsorge und somit eine staatliche Aufgabe. Die Post AG, die
sich im Eigentum des Staates befindet, darf daher bei einem Gewinn
von 53 Millionen Euro im Jahr 2003 jetzt keine Zusperrwelle beim
Filialnetz starten. Ich erwarte mir von den Post-Vertretern -
Vorstandsdirektor Götz und Zentralausschussvorsitzendem Fritz - beim
Gespräch am 1. Dezember eine klare Antwort darauf, ob diese
Post-Zusperroffensive auf Auftrag des Finanzministers, der noch
höhere Dividenden von der Post AG fordert, erfolgt", so der
SP-Klubobmann, "denn die Post hat im Jahr 2003 bewiesen, dass sie
gemeinwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen und trotzdem einen guten
Gewinn erzielen kann."
53 Millionen Euro habe das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit der Post AG im Jahr 2003 betragen. "Das entspricht
einer Gewinnquote von 3,5 Prozent gemessen am Umsatz. Hinzu kommt die
hervorragende Eigenkapitalquote von 52,8 Prozent bei der Post und das
gute Zusammenarbeiten mit Zulieferfirmen - so erteilte die Post
allein im Jahr 2003 Aufträge im Wert von 70 Millionen Euro an
Zulieferfirmen. Angesichts solcher Wirtschaftsdaten ist die -
offenbar von der Bundesregierung initiierte - Radikalkur beim
Filialnetz klar abzulehnen", betont der SP-Klubobmann.
Mit der vollen Information über die wirtschaftliche Situation der
Post AG und über die Postämter in Oberösterreich habe das Land die
Möglichkeit, zielgerichtet gegen die von der Post AG betriebene
Ausdünnung des ländlichen Raums vorzugehen, argumentiert Frais. "Alle
Zahlen und Daten der Post in Oberösterreich und bundesweit müssen am
1. Dezember auf den Tisch. Wenn sich zeigt, dass wie 2003 die Post
als Gesamtunternehmen nach wie vor auf hervorragendem Gewinnkurs ist,
dann besteht überhaupt keine Veranlassung Postämter zu schließen. Für
die SPÖ steht fest, dass die Bundesregierung die Post nicht durch
überzogene Dividendenforderungen zur Ausdünnung des Postämternetzes
und damit zur Verschlechterung des Leistungsangebots für die
Bevölkerung zwingen darf", schließt Frais.
OTS0152 2004-11-26/12:13
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4






