- 26.11.2004, 11:31:18
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LR Rohr: Land Kärnten realisiert Umwelt-Know how in der Mongolei
Der Aufbau eines Abfallwirtschaftssystems ist Referenzprojekt für die ganze Mongolei - Große Chancen für Kärntner Wirtschaft
Klagenfurt (LPD) - Kärntner Umwelt-Know how wird in der Mongolei
umgesetzt. Umweltlandesrat Reinhart Rohr hat heute, Freitag, im
Rahmen einer Pressekonferenz zusammen mit einer Delegation aus der
Region Choibalsan in der Mongolei die Initiative zum Aufbau eines
Abfallwirtschaftssystems in der Region Choibalsan präsentiert. Es
handelt sich um ein Tacis-Projekt, das zu 80 Prozent von der EU
finanziert wird. Projektpartner sind neben dem Land bzw. der
Umweltabteilung des Landes Kärnten und der Stadt Choibalsan auch die
Stadtgemeinde Ferlach als Partnerstadt und der
Abfallwirtschaftsverband Klagenfurt.
Rohr erinnerte an das Zustandekommen der Initiative und seinen
Besuch an der Spitze einer Kärntner Delegation im heurigen Sommer in
Choibalsan. Die Abfallwirtschaftssystem steht in Choibalsan noch am
Anfang. Es besteht dort ein großes Kohleheizkraftwerk und auch ein
Fernwärmeversorgungsnetz. Entsprechend schlimm sind die
Umweltprobleme, viele Menschen würden dort auch Atemschutzmasken
verwenden.
Rohr sieht mit dem Aufbau eines entsprechenden Systems, das
beispielsweise eine thermische Verwertung des Mülls vorsehen könnte,
eine große Chance auch für die Kärntner Wirtschaft und für Kärntner
Betriebe, Aufträge zu erhalten. Infokampagnen in Choibalsan und
weitere Besuche von Experten stehen auf dem Programm, eine
Abschlusskonferenz soll im November 2005 stattfinden.
Auch heimische Gebührenmodelle könnten von den Mongolen überlegt
bzw. übernommen werden. Durch den Know-how-Transfer sei es möglich,
eine geordnete Abfallwirtschaft aufzubauen und die Probleme in den
Griff zu bekommen, so Rohr. Die persönlichen Kontakten könnten auch
ausgebaut und für weitere Kooperationen genutzt werden. Auch in der
Hauptstadt Ulan Bator sei noch viel Umwelt-Handlungsbedarf gegeben.
Das "exportierte" Abfallwirtschaftssystem werde ein Referenzsystem
für die ganze Mongolei darstellen. Betont wurde auch, dass es nötig
sei, Mittel der Weltbank für den Aufbau entsprechender
Infrastrukturen für die notwendigen Umweltstandards anzusprechen.
Die Delegation mit Vizegouverneur Khishigtogtokh Luvsan und
Regierungsdirektor Tuntuush Bold an der Spitze hat bei ihrem
mehrtägigen Österreich-Aufenthalt bereits zahlreiche Projekte im
Bereich der Abfallwirtschaft sowie der Erneuerbaren Energien in
Kärnten besichtigt und zeigt sich darüber begeistert. Man wolle
gemeinsam ein Vorzeigeprojekt zustandebringen, dankten die Mongolen
den Kärntner Partnern.
An der Pressekonferenz nahmen auch die für das Projekt zuständigen
Mitarbeiter der Umweltabteilung Abteilungschef Gernot Wurm, Harald
Tschabuschnig und Gisela Wolschner teil.
(Schluss)
OTS0118 2004-11-26/11:31
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